Kategorie-Archiv: Freizeit und Events

Justus Frantz und die Philharmonie der Nationen

Große Welt der Musik in Neumünster. Im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, und zwar am 11. August um 20 Uhr in der Holstenhalle.
Geboten wird die Ouvertüre aus der Zauberflöte, denn der Justus schmückt sich gern mir dem Berühmtesten.
Dieser unser Justus Frantz ist das master mind der Veranstaltung, denn er sitzt nicht nur am Flügel und haut gar mächtiglich in die Tasten, sondern er läßt es sich außerdem nicht nehmen, das Orchester zu leiten.
Nun mag man den Frantz für einen eitlen Gecken halten, der ebenso medien- wie geldgeil ist und dessen Musikverstand dürftig zu nennen ein Kompliment wäre, aber andererseits …
Bei näherer Betrachtung bemerke ich, daß mir nichts einfällt, das Justus Frantz zugute zu halten wäre.

Mozart 1791

So nennt sich eine Veranstaltung im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, die am 4. August um 18 Uhr in der Vicelinkirche stattfindet.
„Der Weg zum Requiem“ lautet der Untertitel.
Ganz schön kryptisch.
Zumindest für Menschen, die, wie ich, keine Mozart-Kenner sind.
Geht es hier um die Entstehungsgeschichte einer Komposition?
Oder Was?
Man soll wohl neugierig werden.

Mara und das merkwürdige Meer

Dies ist eine Geschichte mit und in Musik für Kinder.
Oder, in den Worten des Veranstalters:
„Eine fantastische Klanggeschichte für coole Kids ab acht Jahren mit Musik von Chiel Meijering.“
Am 30. Juli um 16 Uhr in der Stadthalle.
Das Ganze im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals.
Da ist eben auch an die Kinder gedacht.
Nur nicht intensiv genug.
Daher meint man tatsächlich, man könne sich bei achtjährigen Kindern anbiedern, indem man sie als „coole Kids“ anspricht.
Nein, so geht es nicht.
Aber das spricht natürlich weder gegen das Stück noch gegen die Aufführung.
Laßt Euch die nicht von der Formulierung „coole Kids“ vermiesen, liebe Kinder.

Sky wählt Party-Girl Juni

Oder läßt wählen.
Und zwar am 30. Juni im Zusammenhang mit einer Flirtparty.
Manche werden sagen, daß sei sexistisch.
Andere werden erwidern:
„Ach was, diejenigen Frauen, die sowas sagen, ärgern sich nur, daß man sie niemals zu einem Partygirl des Monats wählen würde.“
Na, wenn die Fronten so verhärtet sind, dann wollen wir mal einen neuen Gedanken präsentieren:
Warum eigentlich sollte es weniger dümmlich / spießbürgerlich / öde sein, ein Partygirl des Monats zu wählen, als in einem Betrieb einen Mitarbeiter des Monats zu bestimmen?
Mit anderen Worten:
Bei solchen Events versucht man, der Arbeit zu entfliehen, aber was tut man?:
Man reproduziert die Struktutren der verhaßten Arbeit in der Freizeit.
Ist das nicht recht sehr traurig?

Houseparty im De Cuba

Am 29. Juni.
Der Eintritt ist frei.
Einheizen wird den Massen kein Geringerer als DJ Raininger.
Wer kennt ihn nicht?
Ein Mensch, der keine Gefangenen macht, wenn es um die Übergänge von einem Stück zum nächsten geht.
Ein Mensch, der im übrigen die alten Werte hochhält, auch nach der Rückkehr der älteren Werte. Will sagen:
House hat heute einen schweren Stand, for Rock and Roll has returned.
And it is here to stay und alles.
Und House-Musik ist bald nur noch etwas für eine Sekte von Sonderlingen.
Und es wird nichts davon bleiben.
Der Rock and Roll hat mehr Meisterwerke hervorgebracht als die Weltliteratur des Neunzehnten Jahrhunderts.
Aber die House-Musik?
Nix.
Es sei, man zählte den Hit von Deee-Lite
(Groove is in the Heart)
dazu.

Yvonne, die Burgunderprinzessin

Dieses Stück von Witold Gombrowicz wird am Mittwoch, dem 28.Juni in der Holstenschule aufgeführt. Und zwar ab 19 Uhr.
Es geht um Intrigen.
Aber ist es nicht sexistisch, daß immer eine Frau im Mittelpunkt steht, wenn Intrigen das Hauptmotiv bilden?
Das legt doch nahe, daß wesentlich mehr Frauen als Männer intrigant seien.
Oder noch schlimmer:
„Der Man ist geradeheraus, die Frau verschlagen.“
Manche wiederum werden sagen, daß Frauen zwar in höherem Maße zu Intrigen neigen als Männer, daß das aber zu den Nachwirkungen des Patriarchats gehöre: Als Frauen ganz offiziell von der Macht ausgeschlossen waren, mußten sie sich eben auf irgendeine Weise zu helfen wissen, und die einzige Weise, die übrig blieb, war eben die Intrige.
Wieder andere werden sagen, de Umstand, daß Frauen zu Intrigen neigen, hänge damit zusammen, daß Frauen eben große Schwierigkeiten haben, sich physisch durchzusetzen: Da bleibe eben nichts anderes als die Intrige übrig.
Ich für meinen Teil bin da noch unentschieden und erlaube mir zu bezweifeln, daß Frauen überhaupt intriganter sind als Männer.
Es gibt da so einige Männer, die Ränkespiele treiben, und manchmal sogar, ohne sich einen Vorteil davon zu versprechen, aus Spaß an der Freude also. Aber, zugegeben, diese Männer wirken alle weibisch.
Übrigens: Ein Intrigant / eine Intrigantin ist doch recht einfach zu erkennen, zumindest wenn er oder sie nicht zu den begabtesten zählt:
Sie sprechen beständig im Unschuldstonfall, oder, anders gesagt: Ihr Ton behauptet stets, daß sie unschuldig seien.
Wenn aber jemand etwas behauptet / beteuert, ohne daß ein anderer das Gegenteil auch nur nahegelegt hätte, dann ist anzunehmen, daß eben dieses Gegenteil der Fall ist.
Spricht also jemand beständig im Unschuldston, dann deshalb, weil er sich beständig schuldig fühlt, in fast allem, was er tut.
(Das heißt natürlich nicht, das er ein schlechtes Gewissen hat. Möglicherweise hat er gar kein Gewissen.)
Schuld aber konzentriert sich fast immer auf einzelne Punkte (Vergehen, Verbrechen). Nur im Falle von Intrigen ist die Schuld flächendeckend, weil eine Intrige immer weitergesponnen werden will.
Daher sprechen Intriganten nicht nur hin und wieder, sondern immer im Unschuldston.
Aber andererseits: Wer intrigiert, der intrigiert zwar beständig, aber ist jemand ein Sadist, dann quält er nach Möglichkeit auch beständig (physisch oder psychisch).
Daraus folgt, daß man einen Menschen, der im Unschuldston spricht, doch nicht ohne weiteres als Intriganten erkennen kann.
Er könnte ebensogut ein Sadist sein.
Kann man den sadistischen vom intriganten Unschuldston unterscheiden?
Schwierige Frage.
Man kann wohl festhalten, daß der intrigante Unschuldston stets auch weibisch ist. Dieses Motiv klang hier schon an.
So, liebe Neumünsteraner, jetzt habt Ihr wieder etwas über das Wesen des Menschen gelernt.
Nach diesem überraschenden Lernerfolg können wir zum Stück zurückkehren.
Zurück zur lieblichen Kriemhild also, die sich mit dem eklen Etzel vereinigte, nur um fürchterliche Rache an Hagen von Tronje und nebenbei auch den drei Gs üben zu können. Und am Spielmann Volker.
Wie?
Die Burgunderprinzessin heißt hier gar nicht Kriemhild, sondern Yvonne?
Tatsache!
Yvonne also. Eine ganz üble Betriebsnudel ist das. Das kann ich Euch sagen. Eine seltsame Sekretärinnenpeinigerin und Ränkespinnerin.
Woran man sehr schön sehen kann, daß Sadismus und die Neigung zu Intrigen oft gemeinsam auftreten. In einer Person.
Wenn Ihr aber wissen wollt, welches gute oder böse Ende es mit Yvone nimmt, dann seht Euch das Stück halt an.
Man hat schließlich zwar so manche Kosten, aber wenige Mühen gescheut, um es auf die Bühne zu bringen.
Das sollte man zu schätzen wissen.

80er-Jahre-Party im De Cuba

Und zwar war die am 15.6.
Warum braucht man noch Ü-30-Partys, wenn es sowas gibt?

Aus zwei Gründen:
1. weil nicht alle über 30 auf 80s-Sounds stehen, und
2. weil auch mancher Teenager sich auf die musikalischen Werte der 80er besinnen.

Was aber ist mit der Zeit, in der der Rock and Roll erfunden wurde, einer der gloriosesten Epochen in der Geschichte der Künste?
Was, in einem Wort, ist mit den 50ern?
Viele Menschen beschäftigen sich mit dem Rock vergangener Dekaden, machen dabei aber regelmäßig in den 60ern halt.
Selbst Elvis Presley wird nur mehr als tragischer Entertainer wahrgenommen und nicht als der virtuose Sänger und große Stilist, der er war.
And what about Jerry Lee Lewis, Little Richard, Gene Vincent, Eddie Cochran, Buddy Holly, Bo Diddley?
Es gibt viel zu entdecken.
Und zu erkennen.
Zum Beispiel, daß der Rock and Roll die Rebellion war, die aus Kreaturen des Industriezeitalters, die wie per Stop-Motion-Technik animierte Zinnsoldaten wirkten, Menschen machte.
Da sollte auch klar sein, daß die Studentenunruhen der späten 60er ohne die Erfindung des Rock and Roll über zehn Jahre zuvor nicht denkbar gewesen wären.
Also, es ist an der Zeit, daß 50er-Partys gefeiert werden.
Und warum sollte so etwas nicht de Cuba ausgehen?

Neues zum Thema Migräne

Heute im Hotel Prisma Best Western, um 19.30 Uhr:
Jan Brand referiert über Migräne.
Genauer:
„Migräne – Ursachen, aktuelle Studien, Vorbeugung und moderne Behandlungsmöglichkeiten“

In Studien aber wird doch wohl Ursachenforschung betrieben, und es könnten sich daraus vorbeugende Maßnahmen und neue Behandlungsmöglichkeiten ergeben.
Daraus folgt, daß „aktuelle Studien“ als Element genannter Aufzählung nicht taugt.
Daraus wiederum folgt, daß Brand nicht klar denken kann.
Und daraus folgt, daß man der Veranstaltung fernbleiben sollte.
Es mag allerdings einige geben, die meinen, meine Beweisführung empirisch überprüfen zu müssen.
Für die dann doch noch die Adresse:

Max-Johannsen-Brücke 1

Antigone und Sophie Scholl

In der IGS Brachenfeld führen Schüler am 16. Juni um 11 Uhr Goethes Antigone auf.
Heavy Stoff.
Aber wer schrieb denn da, wie man auf Seite 10 des diesmonatigen After Dark nachlesen kann, folgendes ins Programm?:
„Antigone und Sophie Scholl – zwei mutige Schicksale“
Frauen können mutig sein, Schicksale nicht.
Aber die Antigone, die kann man sich schon ansehen.
Und vorher vielleicht mal lesen.

Neumünsteraner und die WM

Nun haben also die besten Kicker der Welt ihre von den vielen beschwerlichen Spielen in den besten Ligen der Welt müden Knochen nach Deutschland geschleppt.
Welt- und Kontinentalmeisterschaften waren schon immer Müde-Knochen-Paraden.
Aber seitdem die besten Liegen der Welt aufgrund der an sich zu begrüßenden weitgehenden Aufhebung der „Ausländerbegrenzung“ enorm an Qualität gewonnen haben und außerdem der Champions-League-Spielplan viel dichter geworden ist, wird das überdeutlich:
Zurecht (was die Klasse der Mannschaften betrifft) wurden Frankreich und Argentinien bei der letzten WM als die beiden Favoriten genannt – beide schieden in der Vorrunde wegen der enormen Belastung ihrer Leistungsträger in den europäischen Ligen schon in der Vorrunde aus.
Und bei der EM 2002?
Die Griechen konnten nur deshalb gewinnen, weil ihre besten Vereinsmannschaften in der heimischen Liga größtenteils nur bessere Trainingsspiele haben und diejenigen, die im Ausland spielten, dort eher selten zum Einsatz kamen und daher zur Zeit der EM körperlich fit waren.
Aber, Neumünsteraner, laßt Euch doch von mir nicht Eure gute Fußball-Laune verderben.
Pilgert ruhig immer wieder in die Stadthalle und macht Stimmung.
Nicht nur bei Spielen der Deutschen.
Und hört auf meine Worte:
Die Niederlande werden Weltmeister.
Und wenn nicht die, dann England.
Oder Brasilien.
Aber einer von den dreien bestimmt.

Landesturnfest

Vor einiger Zeit in unserer Stadt, und wir haben es unbeschadet überstanden.
Aber es bleibt dabei:
Die Söhne und Töchter im Ungeiste des unseligen Turnvaters Jahn sind autoritäre Nationalisten.

Nordic Walking auch hier immer beliebter

Am 6. Juni um 17.00 Uhr treffen sich die NaturFreunde auf dem Parkplatz Hansaring/Bachstraße zum Nordic Walking.
Da wird, wie ich annehme, niemand abgewiesen, der die richtige Ausrüstung dabei hat.
Und diese besteht ja nun einmal nur aus zwei Skistöcken, die so an den Händen des Athleten anzubringen sind, daß sie bis zum Boden reichen.
Es ist erst wenige Jahre her, daß ich zum erstenmal jemanden bei dieser Beschäftigung sah, und als ich einer Bekannten davon erzählte, sah sie mich an, als würde ich wirres Zeug reden.
Einige Zeit später ging sie dann selbst nordisch.
Nun frage ich mich allerdings noch immer:
Was soll das eigentlich?
Ausgleichssport für die ältere Generation?
Oder gibt es auch jüngere Menschen, die das tun?
Zur Bandscheibenvorfall-Prophylaxe?
Oder was?

Nacht der Clubs

Neulich war wieder Nacht der Clubs.
Da war dann Leben in der Bude bzw. sogar in weitenTeilen Neumünsters, und man konnte sich wie in einer Großstadt fühlen.
Warum aber nicht immer so?
Meiner Auffassung nach kann sich eine Stadt von der Größe Neumünsters selbst entscheiden, ob sie wie ein verschlafenes Dorf oder wie eine Metropole wirkt.
Nun gut, „Metropole“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber so richtig großstädtisch sollte es schon sein. So weit ist Neumünster ja auch nicht davon entfernt, eine Großstadt zu sein.
Nach weit verbreiteter Definition ist eine Großstadt nämlich eine Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern.
Damit will ich nicht sagen, daß man alles daran setzen sollte, die Reproduktion anzukurbeln.
Aber laßt Euch, nein lassen wir uns doch einfach mehr einfallen, was das Nachtleben und das öffnetliche Leben allgemein in unserer Stadt betrifft.
Warum muß hier immer alles so betulich sein?
Gartenausstellungen und so ´n Kram?!
Wann hat es in den Holstenhallen zuletzt einen Event gegeben, den man guten Gewissens als hip hätte bezeichnen können?
Sogar der Independent Rock kommt in der hiesigen nächtlichen Szene zu kurz.
Und wer will denn dauernd nach Hamburg oder Kiel fahren!
(Übrigens, wenn schon, liebe Leute, dann doch besser nach Hamburg. Noch nicht einmal die Kieler Woche ist eine Reise wert, obwohl diese Veranstaltung kurioserweise auch von vielen Hamburgern aufgesucht wird.)
Und wo sind sie, die Impresarios, die interessante, ja wegweisende Festivals aller Art nach Neumünster holen?In die Stadt, die die schönsten Frauen Norddeutschlands beherbergt.
So etwas sagt man immer so, es ist aber irreführend:
Es heißt zum Beispiel, in Brasilien gebe es die schönsten Frauen. Aber das stimmt nicht. Der Eindruck entsteht nur dadurch, daß der Anteil schöner Frauen an der weiblichen Gesamtbevölkerung Brasiliens signifikant höher ist als in anderen Ländern.
So verhält es sich auch mit Neumünster. Es gibt hier eben mehr schöne Frauen als sonst irgendwo in Norddeutschland.
Oder auch in Bayern.
Aber ich schwefe ab.
Also, auf jeden Fall sollten wir Neumünsteraner viel mehr aus unserer Stadt machen.

Eisenkunstguß-Museum Büdelsdorf

Wart Ihr da überhaupt schon?
Nicht?
Warum nicht?
Na gut, dann aber hin?
Wie wäre es am 31.5. zwischen 9 und 12 Uhr?
Zu früh?
Dann vielleicht irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr.
Das sollte sich doch wohl einrichten lassen.
Und die Geschichte des Handwerks, insonderheit des Kunsthandwerks ist immer interessant.

Glück-Auf-Allee 4

Alice Schwarzer beim Landfrauentag in Neumünster

Alice Schwarzer, elefantöse Hüterin des deutsch-feministischen Porzellanladens, nahm am Dienstag vergangener Woche am Landfrauentag in Neumünster teil.
Als Gaststar-Rednerin.
Das wundert einen ja alles überhaupt nicht mehr.
Wer nach dem Motto „Hauptsache Frau“ für das Merkel wirbt, der kreuzt eben auch irgendwann bei Veranstaltungen provinziell-konservativer Weiber auf.
Die Kieler Nachrichten brachten am Mittwoch ein Foto von der Veranstaltung.
Links die Top-Landfrau, rechts Landes-Familienministerin Gitta Trauernicht und in der Mitte die Schwarzer.
Ohweh, wie da der Wahnsinn in ihren Augen lauert!
Es kann nicht lange dauern, dann packt er ihre Seele bei der Kehle.

Vfr schafft es noch!

Wer aber hätte das gedacht:
Der VfR ist nunmehr seit vier Spielen ungeschlagen und hat tatsächlich noch Chancen, den Absturz in die Verbandsliga zu vermeiden.
Aber, Neumünsteraner, wo bleibt Ihr eigentlich?
Exakt 202 Zuschauer im Spiel gegen Bergedorf, das ist doch nicht die wahre Liebe.
Während also das Team durchaus Oberliga-Niveau beweist, ist die Zuschauerzahl die eines Kreisligisten.
Laßt Euch gesagt sein:
Es geht nichts über Fußball vor Ort, zumal dann, wenn man so dicht am Geschehen sein kann wie in Neumünster.
Und wenn Ihr Euch in den letzten Spielen blicken laßt, dann wird der VfR in der Oberliga bleiben.
Versprochen!
Wilhelmshaven hatte am gleichen Spieltag 1150 zahlende Zuschauer,
nehmt Euch daran mal ein Beispiel, und zwar
zack-zack-zack.

Stadthalle feiert zwanzigjähriges Bestehen

Jüngst wurde das zwanzigjährige „Bestehen“ der Neumünsteraner Stadthalle gefeiert.
So formulierten es die Kieler Nachrichten, und es ist ja vielleicht auch wirklich bemerkenswert, daß ein Gebäude nach 20 Jahren noch steht.
Das mußte begossen und begangen werden – mit Oper und Tanz.
In fünf Jahren trifft man sich dann wieder – dann kann man ein Vierteljahrhundert Stadthalle feiern.
Zwischendurch findet man vielleicht noch Gelegenheit, aus Anlaß des tausendsten Events eine Riesen-Party steigen zu lassen.
Einen Grund findet man eben immer für seine Werbeveranstltungen.

Deutsche Meisterschaft im Schiffsmodell-Sport

Die fanden am 23. April in Neumünster statt, und zwar auf dem Falderateich.
An sich hatte ich immer gedacht, Schiffsmodelle sollten gut aussehen und werkgetreu sein – weiter nichts.
Weit gefehlt!
Man soll sie – jedenfalls die, um die es hier geht – auch zu Wasser lassen könen, und dort sollen sie etwas leisten.
Natürlich nicht alleine, sondern mit Hilfe ihrer mikronautisch geschulten Erbauer und Steuerer.
Ein Schiff wird dabei von einer ganzen Mannschaft auf Trab gehalten (na gut, vielleicht sollte in diesem Zusammenhang von Trab nicht die Rede sein).
Denn es gilt in diesem Sport nicht nur, schnell zu sein, sondern auch exakt und wendig, wenn man Tore durch- und Bojen umfährt.
Letzteres bedeutet natürlich nicht, daß man – in anderem Sinne – Bojen umfährt, nein, die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: nicht UMfahren, sondern umFAHren: Das UMfahren soll gerade vermieden werden, das gibt nämlich heavy Punktabzüge.
Na, jedenfalls könnt Ihr Euch vorstellen, daß dieser Sport ganz und gar nicht uninteressant ist.
Für die, die ihn betreiben, ohnehin nicht.
Aber im Falle dieser Meisterschaften waren alle Teilnehmer bereits durch schwere Qualifikationen gegangen. Das Niveau war also hoch. Und in einem solchen Fall macht die Sache nicht nur den Teilnehmern Spaß, sondern auch den Zuschauern.
Zugegeben, es ist nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Ganz anders wäre es bei einer Fernsehübertragung: Wenn eine kompetente Bildregie acht oder mehr Kameras zur Verfügung hätte, dann könnte das eine sehr spektakuläre Sache sein.
Glaubt Ihr nicht?
Na, Ihr hättet es vielleicht auch für unmöglich gehalten, daß Snooker in Deutschland reüssiert.
Aber nun ist der Erfolg da.
Also, man soll den Tag nicht vor Abend beschimpfen.
Vielleicht erhält der hochsympathische Schiffsmodell-Sport ja doch noch die Aufmerksamkeit, die er verdient.
Was nun aber diese Meisterschaften betrifft:
Das Neumünsteraner Team war immerhin vor sechs Jahren Deutscher Meister gewesen, aber diesmal wollte es entschieden nicht klappen, und man landete „unter ferner liefen“.
Siegriech aber war, wie so oft in der Welt des Sports, das Ruhrgebiet, hier in Gestalt des SMC Oberhausen.
Die Neumünsteraner aber packen es beim nächstenmal wieder.

Gartenausstellung

Nun ist es schon wieder vorbei, das Gartenfestival Schleswig-Holstein. Um nichts Geringeres handelte es sich dabei als um die größte Gartenausstellunfg des Landes.
Es gab Informationen in den Bereichen Gartengestaltung, Landschaftsbau, Gartenmöbel, Gartengeräte, Gertentechnik, Floristik, Springbrunnen, Wintergärten, Terrassen, Teiche und was nicht alles.
In den Hallen 1 bis 5 und im Außengelände, Holstenhallen natürlich.
Der Eintrittspreis war mit 5 € durchaus nicht zu hoch.
Oder doch?
Denn ist das Ganze nicht eine reine Werbeveranstaltung?
Die können also froh sein, wenn überhaupt jemand kommt.
Ist doch wahr.

Neuer Vorsitzender des VfR

Der VfR Neumünster hat einen neuen Vorsitzenden.
Gewählt wurde ein Norbert Sander, und zwar auf der Jahreshauptversammlung am vorvergangenen Freitag.
Der Mann ist 78.
Ob der wohl für den vielzitierten frischen Wind sorgen wird?
Zumindest wird er den Abstieg der ersten Fußballmannschaft in die Verbandsliga nicht verhindern können.
Und was sagte er anläßlich seiner Wahl?
Die Kieler Nachrichten zitieren ihn so:
„Ich dulde keine Intrigen mehr.“
Früher hat er also Intrigen toleriert. Warum macht man denn so einen zum Vorsitzenden?
Aber nein, so war das ja gar nicht gemeint. Der Mensch weiß eben bloß nicht, was er sagt.
Nun ja, er ist 78.
Aber da stellt sich doch die Frage in einem anderen Lichte und dennoch wortgleich erneut, und ich wiederhole sie gern:
Warum macht man denn so einen zum Vorsitzenden?
Neumünsteraner, soll Eure Stadt wie tiefste Provinz wirken, Euer größter Sportclub wie der Schützenverein eines 100-Seelenlosen-Dorfes?
Das kann doch nicht Euer Ernst sein.

Osterlauf

Das Osterwochenende brachte auch Gutes.
Zum Beispiel den Neumünsteraner Osterlauf, an dem sich immerhin fast 400 Menschen beteiligten.
Glücklicherweise war es kein Marathon:
Kinners, was is das auch für ne Quälerei!
Schön ist das doch nicht, Menschen leichenhaft ausgezehrt am Ziel ankommen zu sehen.
Nee, nee, nee.
Da hat man in Neumünster genau die richtigen Entscheidungen getroffen: ein Halb-Marathon (also gut 21 km) war dort das höchste der Gefühle im Gewühle, welches sich nach dem Start, wie üblich, bald auflöste. So entzerrt, bot das Ganze dann einen erquicklichen Anblick, und die Akteure waren sichtlich in ihrem Element.
Aber natürlich ist auch ein Halb-Marathon nicht jedermanns Sache.
Daher ist es wirklich eine famose Idee – sie zeugt von der geistigen Flexibilität der Veranstalter – daß daneben auch die zehn und die fünf Kilometer angeboten wurden.
Das bedeutet übrigens, daß auch bei den interessierten Laien für Abwechslung gesorgt war.
Nun, Ihr merkt es schon, liebe Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner, werte, liebe Blogging-Freunde:
Die Läufe bildeten eine rundum gelungene Veranstaltung.

Osterjazz-Treff bei Hamanns

Und zwar mit Reiner Riegels Jazz-Band am 16. April um 20.00 Uhr. Der Eintrittspreis ist mit 10 € keineswegs zu hoch; wer dem Jazz-Club Neumünster angehört, kommt sogar noch billiger weg. Bandleader Reiner Riegel hat bereits so einiges hinter sich:
Er kooperierte nicht nur mit Udo Lindenberg und Inga Rumpf, sondern auch mit Mick Taylor, dem stilistisch besten Gitarristen, den die Roling Stones je hatten. Ohne Taylors subtiles, schmelzendes Spiel wäre Exile on Main Steet nicht das Meisterwerk, das es eben ist.
Aber ich schweife ab.
Hin zu Reiner Riegel, sage ich, und was außerdem gesagt werden muß:
Es ist schön, daß der Jazz in Neumünster clubseits so gepflegt wird.

Sportstadt Neumünster?

Neumünster ist zwar eine der vier größten Städte Schleswig-Holsteins – aber würde man das vermuten, wenn man sich den Zustand der Top-Sportteams der Stadt ansieht?
Wohl kaum.
Schleswig-Holstein ist bekanntlich Handball-Land:
Der THW Kiel hat die beste Mannschaft Deutschlands (und eine der besten der Welt), Flensburg-Handewitt ist bundesweit die Nummer zwei. Selbst der Hamburger Bundesligist hat sein Team aus Schleswig-Holstein: Die erste Mannschaft des VFL Bad Schwartau ist lediglich an die Elbe gezogen und firmiert nun als HSV Hamburg (eine reichlich dubiose Angelegenheit übrigens).
Aber Neumünster?
Kein Handball auf höchstem Niveau, weit entfernt davon.
Und wie sieht es mit der anderen Volks-Sportart, dem Fußball, aus?
Man sollte doch erwarten, Neumünster hätte eine Mannschaft wenigstens in der Regionalliga.
Aber wo steht der VFR?
Am Tabellenende der Oberliga, und nach dem 1:2 gegen Brinkum stehen die Zeichen auf Abstieg in die Bedeutungslosigkeit.
Warum nun also sieht es mannschaftssportlich in Neumünster derart mau aus?
Vielleicht liegt es an der Nähe Hamburgs und Kiels. Ostseehalle, Volkspark-Stadion (denn der jetzige, dreist werbende Name soll hier nicht genannt werden), Millerntor und …-Arena sind so nah, daß man meint, auf erstklassigen Sport vor Ort verzichten zu können.
Aber schöner wär´s doch wohl schon, wenn Neumünster im Handball und Fußball von sich reden machte.

Neue Schwimmhalle

Nach dem Ende der Freiluft-Saison wird der Bau in Angriff genommen.: 600.000 Euro soll sie kosten, die neue Traglufthalle im Bad am Stadtwald.
Es besteht also Hoffnung, daß die Mangelsituation nach der Schließung des Klosterbades eine vorübergehende ist.
Diese bedeutet doch tatsächlich für manche eine nicht unbeträchtliche Minderung ihrer Lebensqualität (nicht zuletzt für ihren ehemaligen Betreiber Herbert „Debt King“ Pietsch). Zudem sitzt natürlich einstweilen der Sportunterricht auf dem Trockenen, obwohl Schwimmen doch ein wesentlicher Bestandteil eines solchen sein sollte.
Bleibt also zu hoffen, daß das neue Bad tatsächlich zügig gebaut wird und daß man dort dann tatsächlich den vielzitierten Badespaß erleben kann.
Meines Wissens hat es übrigens keine Bürgerbefragung gegeben.
Das wäre doch mal was: Man (also Stadtrat und Stadtwerke) arbeitet einen Fragebogen aus, der von repräsentativen Neumünsteranern ausgefüllt wird.
Und dann sind die Herren des Baus, die ihr Mandat ja schließlich von den Bürgern haben, über die Wünsche der Menschen, ein öffentliches Bad betreffend, orientiert.
Sagt später nicht, es hätte niemand diesen Vorschlag gemacht.

Chorkonzert in der Vicelinkirche

Das steigt am 31.3. um 20.00 Uhr.
Der von Hans-Jürgen Schnoor geleitete Bach-Chor Neumünster wird dem Tonsetzer, nach dem er sich benannt hat, untreu und bringt auch Kompositionen von Brahms, Bruckner, Mendelssohn und dem unvermeidlichen Mozart.
Der Eintritt ist frei, aber bezahlt wird man dafür auch nicht.

„Milch macht munter“ im Statttheater

Zwar erst wieder am 22. April um 17.00 Uhr, aber man kann nicht früh genug darauf hinweisen.
Dieses Stück handelt von einer Jugnd-Clique, die in einem Dorf ihr Dasein fristen muß, wie es provinzieller nicht sein könnte. Da ist es doch eine willkommene Abwechslung, wenn man der Milch des Ortes Medikamente beimischt, um mal zu sehen, was passiert.
Gedacht, gesagt, getan.
Die Jugendlichen machen sich in der Molkerei zu schaffen, und wenig später ist die Vernunft aus dem Dorf verschwunden (obwohl zu fragen ist, ob sie dort je zuhause war).
Nun wird es spannend: Kriegt das Stück noch irgendeine Kurve, oder endet alles in der Moral, die das bisher Gesagte andeutet.
Wie gesagt, man darf gespannt sein. Das kann man doch wirklich niemandem verbieten.

Statttheater: Haart 224

Tierpark Neumünster

Wegen seines Tierparks sollte Neumünster doch nun wirklich eine Reise wert sein. Eine derartige Einrichtung von diesen Ausmaßen ist für eine Stadt von der Größe Neumünsters durchaus ungewöhnlich. Dennoch soll es Neumünsteraner geben, die es bislang vermieden haben, ihn aufzusuchen.
Daher hier nun also einige verbale Appetizer (ohne daß ich mich ggf. mit Kritik zurückhalten würde):

Erstmal ist festzustellen, daß die Eintrittspreise recht niedrig sind:
5 € für Erwachsene.
Für Studenten kostet das Ganze nur 2,50.
Diese niedrigen Preise werden wohl auch dadurch ermöglicht, daß der Träger, die Tiergartenvereinigung, ein gemeinnütziger Verein mit über 2000 Mitgliedern ist.

Repräsentiert werden soll in diesem Tierpark die europäische Fauna.
Zu den 170 vertretenen Arten gehören Biber, Seehund, Wolf, Eisbär, Eurasischer Fischotter, Zwergotter, Waschbär, Gänse, Elch, Luchs.
Merkwürdigerweise gehört auch der Dingo dazu, obwohl er nun einmal ein australischer Wildhund ist, also wirklich nicht so recht europäisch.
Nun wird der eine oder andere ergänzend einwenden, daß auch der Waschbär in Europa eigentlich nicht heimisch sei.
Wohl wahr, ursprünglich nicht, aber er ist nun einmal eingeführt worden und gedeiht in einigen Gegenden Europas ganz prächtig.

Nun, jedenfalls ist das Angebot imposant genug: Auf 24 Hektar tummeln sich täglich 200.000 Besucher.
Wie bitte?
Gut, daß Ihr so aufpaßt, liebe Leser, natürlich sind es nicht 200.000 Besucher täglich, sondern jährlich, und genau genommen stimmt nicht einmal diese vom Tierpark selbst verbreitete Information.
Denn einige kommen natürlich mehrfach. Es sind also nicht 200.000 Besucher, sondern Besuche.
Aber nun Schluß mit der Haarspalterei!
Es gibt übrigens eine Menge Specials im Tierpark Neumünster: einen Lehrpfad, eine Zooschule für den Biologie-Unterricht, einen Spielplatz, einige Events und ein geräumiges Bistrorant.
Also einfach mal hin.

Tierpark Neumünster: Geerdtstraße 100

DU bist Festausschuß

Verbände Wittorfs!
Vereine Wittorfs!
Institutionen!
Privatpersonen!

Ihr seid Wittorf!
Und damit seid ihr vom Stadtteilbeirat Wittorf herzlichst und dringend eingeladen, Euch am 30.3. um 19.00 Uhr im Jugend-Freizeitheim einzufinden.
Derjenige der das tut, ist damit automatisch Mitglied des Festausschusses.
Und dieser fällt alle wichtigen Entscheidungen, die das bevorstehende Stadtteilfest und das Maibaumfest betreffen.
Nichts wie hin.

Jugend-Freizeitheim: Wührenbeksweg

Drehende Tanzfläche im Sky

Die Tanzfläche im Sky dreht sich.
Muß das sein?
Hat man nach den üblichen zehn Bieren nicht so schon genügend Mühe, sein Essen bei sich zu behalten?
Aber bitte, es ist ein frees Land.
Und es gibt ja Leute, die eben auf sich drehende und abrupt stoppende Tanzflächen stehen.
Der Sinn der Sache ist doch wohl, daß man übereinander stolpern kann, und daß sich auf diese Weise Menschen unterschiedlichen Geschlechts näherkommen, die zu schüchtern sind, einander anzusprechen.
„Aber wo wir schon mal infolge einer abrupten, unerwarteten Drehung der Tanzfläche übereinanderliegen, da können wir ja gleich weitermachen.“
Aber man sollte bedenken, daß man vielleicht auf einer nicht beweglichen Tanzfläche den Blitzen der Lichtanlage noch einigermaßen ausweichen kann.
Das dürfte nun aber auf dieser unberechenbaren Scheibe schon schwerer fallen.
Und fällt ein solcher Blitz mal so ganz ungünstig ins Auge, dann kann sich auch schon mal die Netzhaut ablösen, sollte man meinen.
Oder rede ich jetzt Unsinn?
Ist alles gefahrlos?
Mag sein.
Und ansonsten gilt ja sowieso: No risk, no fun.

Spanische Supernacht im Sky

Tja, „Spanische Supernacht“, so nennt sich das Event, das am 31. März im Sky stattfindet.
Wie sollte uns das vorkommen, wenn nicht spanisch?
Wir dürfen davon ausgehen, daß dort nicht hochelaborierte Flamenco-Musik zum besten gegeben wird und dazu stilecht mit hohem künstlerischen Anspruch getanzt wird.
Sondern man soll sich da wohl wie auf Mallorca fühlen, also praktisch wie zuhause.
Es wird dort tatsächlich unschöne Dinge geben, etwa Bier aus Gießkannen und Sangria aus Eimern.
Ist es nur so stilecht, oder geht das auch umgekehrt?
Jedenfalls beginnt das Ganze um 20.45 Uhr, und der Eintritt ist für junge Damen im Minirock oder in Hotpants frei.
Da kann es dann auch nicht mehr verwundern, daß eine Miss Oben Ohne gewählt wird.
Ob ohne Oberteil oder ohne Hirn gemeint ist, konnte bislang nicht recherchiert werden.

Sky: Baeyerstraße 3