Archiv für den Autor: Atze Bacardi

Peinlicher Fehler am Adenauer-Denkmal

In unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs befindet sich ein kleineres Adenauer-Denkmal (auf dem Konrad-Adenauer-Platz eben).
Es ist versehen mit dem Namen des Dargestellten, darunter der Bemerkung, daß er der erste Bundeskanzler war und darunter wiederum den Jahreszahlen von Adenauers Geburt und Tod.
Die Jahreszahlen werden also hier fälschlicherweise auf seine Kanzlerschaft bezogen. Hier wird also behauptet, Adenauer sei schon 1876 Kanzler gewesen.
Sehr peinlich.
Es ist natürlich nur eine Frage der Reihenfolge.
Richtig wäre:
1. Name
2. Lebensdaten
3. Funktionsbezeichnung

Fachdienst Natur und Umwelt wird abgeschafft

So mir nichts dir nichts.
Das kann doch wohl nicht wahr sein.
Als gestern die Neumünsteraner Ratsversammlung dem Haushalt 2007/2008 Gestalt zu geben versuchte, was in Teilen auch gelang, wurde en passant auch die Auflösung des Neumünsteraner Fachdienstes für Natur und Umwelt beschlossen.
Es ist nicht überliefert, daß sich Grüne darüber beschwert hätten.

Volkshochschule bietet PC- und Internetkursus

Und zwar in den Osterferien.
Die Gebühr beträgt 52,80 Euro, und der Kursus dauert nur vier Tage (und an diesen Tagen jeweils nur je drei Stündchen).
Was meint man denn, in so kurzer Zeit vermitteln zu können?
Zur Didaktik gehört auch immer die Wiederholung. Dafür bleibt da doch kaum Zeit.
Außerdem: Ich sehe es schon kommen, einen großen Andrang wird es dort nicht geben, weil die meisten Schüler glauben, sie verstünden schon einiges von der Materie, und in so einem Kurs könne man ihnen ohnehin nichts mehr beibringen.
Da haben sie vermutlich recht.

Ostersitzkissenkonzert

Heute findet in der Musikschule (Boostedter Straße 3) um 17.00 Uhr ein Ostersitzkissenkonzert statt. Der Eintritt ist frei.
Klingt mächtig interessant. Ich wußte nicht, daß es zu Ostern spezielle Sitzkissen gibt. Und daß man diese nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Musikinstrument verwenden kann.
Vielleicht sollte man da mal vorbeischauen.
Schon wegen dieses Mörder-Kompositums: Ostersitzkissenkonzert.

Wieder die Kieler Nachrichten

Die Kieler Nachrichten scheinen auf die Berichterstattung aus Neumünster wirklich nicht viel zu geben. Da herrschen Schlampigkeit und Dummheit. Beleg gefällig (einer von vielen möglichen)?

In der heutigen Ausgabe der Kieler Nachrichten finden wir auf Seit 31 die folgende Überschrift über einem Beitrag aus Neumünster:

„Familiennahe Betreuung bei Tagesmütter und -vätern“

Aslowissensenee.

Gesundheitliche Aufklärung im Friedrich-Ebert-Krankenhaus

Dort, in der Friesenstraße 11, wird immer auch an die gesundheitliche Aufklärung gedacht.
Das zeigt sich auch heute wieder, wenn Boris Kämpfer (ja, ein großer Kämpfer vor dem Herrn war er, der Becker – aber nun muß ich mich selbst zum Ernst ermahnen, denn es geht ja hier um die Gesundheit) referiert.
Sein Thema:
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – Aspekte der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und alternative Therapieformen“

Also, Herrschaften, wenn es Euch irgend betrifft, dann seid Ihr da an der richtigen Adresse.

Kim Reimers ist ohne Zweifel die schönste Faustballspielerin Schülps und weit darüber hinaus

Schülp ist eine Faustball-Hochburg. Soviel ist mal sicher. Während dieser Sport anderswo ein Schattendasein fristet oder gar inexistent ist, kennt die Faustball-Begeisterung in Schülp keine Grenzen.
Nun werden sogar diejenigen auf den Schülper Faustball, insbesondere auf dei weibliche Jugend A, aufmerksam, die sich rein gar nicht für Sport interessieren. Denn es faustet, springt und hechtet dort eine der zartesten und ätherischsten Erscheinungen, die mir je begegnet ist:
Kim Reimers heißt sie. Aber was soll ich weiter schwärmen. Schaut sie Euch doch selbst an.

Gabriele Bartelheimer ist ein Wonneproppen

Halblanges, wunderschönes, orangefarbenes Haar, klarer, fast leuchtender Teint, liebenswürdige, wache Augen und ein umwerfendes Lächeln – wer würde diese Attribute bei einer Verantwortlichen eines Schulverwaltungsamtes erwarten?
Und dennoch, auf Gabriele Bartelheimer vom Schulverwaltungsamt Neumünster trifft all das zu.
Sie ist überdies ein rechter Wonneproppen, stets ansprechbar, freundlich und – meist mit Erfolg – um Problemlösungen bemüht.
Diese Frau ist fürwahr ein Schmuckstück unserer Stadt, das uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

VfR in guter Form

1:0 bei der zweiten Mannschaft von St. Pauli – das ist schon eine erfreuliche Leistung. Nun sollte der VfR mit dem Abstieg so rein gar nichts mehr zu tun haben. Nach oben geht freilich auch nichts mehr, aber die Mannschaft hat ja Potential. Also: Vielleicht in der nächsten Saison.
Der VfR gehört einfach in die Dritte Liga.

Wildpark Eekholt mit Spitzenergebnis

Auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins am Samstag wurde bekanntgegeben, daß der Wildpark Eekholt im Jahre 2006 über 228000 Besucher hatte. Das ist das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Wildparks.
Daher will man expandieren.
Zitiert werden muß dazu leider auch aus den Kieler Nachrichten, in denen es heißt:
Weitere Höhepunkte sollen der Umbau der Wildkatzen und der Otteranlage sowie die Erweiterung der Mauserkammern an der Flugwiese sein.“

Tja, die Kieler Nachrichten behaupten tatsächlich, der Wildpark Eekholt wolle Wildkatzen umbauen. Was ein fehlender Bindestrich doch so alles ausmachen kann. So wird aus einer Aktion der Tierliebe Tierquälerei.

Iven Kruse wird vorgestellt

Heute um 19.30 Uhr. Der Titel der Veranstaltung lautet:
„Iven Kruse, ein Heimatdichter aus Bornhöved: Salz und Brot“
Anders Stüwe wird aus aus dem Werk Kruses rezitieren, und zwar sowohl Prosa als auch Lyrik.
Und ich als Literaturinteressierter habe noch nie etwas von diesem Kruse gehört. Na, da bin ich ja mal gespannt, ob ich bislang etwas verpaßt habe.
Für andere Interessierte: Die Lesung findet in der Galerie Stadthalle, Kleinflecken 1, statt.

„To ´n Düvel mit n Sex“ – die Niederdeutsche Bühne schlägt wieder zu

Zum Teufel mit dem Sex – so lautet, ins Hochdeutsche übersetzt, der Titel der neuen Komödieneinspielung der Niederdeutschen Bühne.
Die Neumünsteraner haben also ein Wechselbad der Gefühle zu erleiden, denn gerade gab es doch mehrfach in unserer Stadt das Stück „Sex – aber mit Vergnügen“ zu bestaunen.
Na, wer so ein Wechselbad aushält, der sollte sich heute um 20.00 Uhr in der Klosterstraße 12 eingefunden haben.

Tödlicher Unfall am Stadtring

Dort geriet gestern ein Jaguar-Fahrer nach Informationen der Kieler Nachrichten ins Schleudern und kollidierte auf der Gegenfahrbahn mit einem Trecker.
Der Fahrer des PKW starb noch an der Unfallstelle an den Folgen der Kollision. Der Trecker fiel auf die Seite, der Fahrer des landwirschaftlichen Nutzfahrzeugs wurde aber nur leicht verletzt.

Kieler Nachrichten schießen kapitalen Bock

Wie heißt es in den Kieler Nachrichten vom 20. März auf Seite 25 in einer Unterüberschrift?:

„Druck+Technik-Förderverein schloß Querelen-Kapital ab“

Echt: Da steht „Kapital“ statt „Kapitel“.
Nun werden einige sagen, sowas sei doch in den Kieler Nachrichten keine Seltenheit, wenn es um Neumünster geht.
Eben das ist mein Thema: Es ist in der Tat keine Seltenheit. Und was schließen wir daraus? Daß die Kieler Nachrichten in Neumünster keine besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Daß von hier aus unserer doch nicht ganz unwichtigen Stadt nur Journalisten berichten, in deren Oberstübchen es recht schummrig ist.
Und, Damen und Herren, ist das etwa kein unhaltbarer Zustand?

Neumünsteraner mit Vergnügen am Sex

Die Kieler Komödianten gastieren in Neumünster, und zwar am 30. März, Fürsthof 23. Soviel war bekannt. Diese Vorstellung ist aber nun total ausverkauft. Daher hat sich das Ensemble breitschlagen lassen, noch einen Termin dranzuhängen. Einen Tag später also wird das Stück „Sex – aber mit Vergnügen“ ein zweites Mal am gleichen Ort gegeben. Wer Karten will, der schlage jetzt zu, indem er nachmittags das Cafe Ole aufsucht.
Es gibt keine Zeit zu verlieren, denn wie sich bereits beim Vorverkauf für die erste Vorstellung herausgestellte, ist der Neumünsteraner an und für sich außerordentlich sexhungrig.

Kielius-Busse und Neumünster – eine schwierige Geschichte

Die Kielius-Busse halten bekanntlich in Neumünster am ZOB und an den Holstenhallen.
Was aber den letzten Bus aus Hamburg um 00:05 Uhr betrifft: Der liefert nur Leute in Neumünster ab, nimmt aber keine mehr auf. Wenn also von vornherein niemand in Neumünter aussteigen will, dann fährt er es gar nicht erst an.
Es kommt aber auch vor, daß der Kielius-Bus Neumünster, obwohl er es nach Fahrplan tun sollte, nicht anfährt.
Genau gesagt: Es sind Kleinbusse. Nun ja, man kann sie auch Großtaxis nennen. Sie werden eingesetzt, wenn ein regulärer Bus ausfällt, und das kommt ja öfter mal vor. Vor längerer Zeit, als ich einmal wieder nach Kiel wollte, geschah es tatsächlich, daß so ein Kleinbus Neumünster ausließ.
Und neulich geschah folgendes:
Ich stieg in Hamburg kurz nach 9 Uhr abends in den Bus, wiederum mit dem Fahrtziel Kiel.
Außer mir waren 7 Fahrgäste dort. Einer wollte nach Neumünster, alle anderen nach Kiel. Noch in Hamburg, bevor es auf die Autobahn ging, hielt der Fahrer an einer Bushaltestelle, die für diese Linie zum Halten nicht vorgesehen ist.
Der Busfahrer begann ausgiebig zu telofonieren, und die Fahrgäste wunderten sich. Nach einigen Minuten folgte seine Durchsage:
Der Bus schlage ihm dauernd furchtbar gegen das Lenkrad (was immer das bedeutet). Es sei ihm zu riskant, so auf die Autobahn zu fahren. Er werde den Bus jetzt da stehen lassen. Ein Ersatzwagen für uns sei bestellt.
Dieser Wagen kam 20 Minuten später, und der Fahrer sagte von vornherein, daß er sich in Neumünster nicht auskenne. Der eine Mensch, der in Neumünster aussteigen wollte, versprach, ihm zu helfen. Unser ursprünglicher Busfahrer fuhr übrigens nicht mit uns. Der Wagen war ohne ihn schon voll. Als wir bei Neumünster waren, fuhr der Fahrer an der Ausfahrt Neumünster-Mitte vorbei. Dabei ist doch klar, daß diese Abzweigung und nur diese die richtige ist.
Der Neumünsteraner gab dem Fahrer also offenbar einen falschen Tip, und ich als weiter hinten Sitzender hatte kaum eine Chance, mich bemerkbar zu machen.
Man nahm also die Ausfahrt Neumünster-Nord, und insgesamt dürfte sich daraus ein Umweg von mindestens 5 km ergeben haben.
Dort am ZOB stieg nun also der Neumünsteraner aus. Und der Fahrer mußte erst darauf aufmerksam gemacht werden, daß dort vielleicht ja auch noch einer einsteigen will. Wir fragten also die dort einsam sitzende Dame, ob sie auf den Kielius-Bus warte. Sie bejahte das überrascht.
Überrascht natürlich deshalb, weil der Bus nicht als Kielius erkennbar war,
Diese Dame nahm nun also den Platz ein, den der in Neumünster Ausgestiegene freigemacht hatte. Daß sie überhaupt mitfahren konnte, ist der Initiative der Fahrgäste zu verdanken.
Außerdem wäre für einen weiteren Fahrgast kein Platz gewesen.
Man hätte also gleich mit zwei Taxis / Bussen losfahren müssen, um wenigstens mit einiger Wahrscheinlichkeit dafür zu sorgen, daß alle, die mitfahren wollen, dies auch können.
Unser Rechtsempfinden sagt uns hier folgendes:
Indem die Autokraft, denn um die geht es hier, Pläne aushängt, verpflichtet sie sich, den Busverkehr diesen Plänen entsprechend zu gestalten. Wenn das Angebot, das man mittels Plan macht, nicht realisiert wird, dann gibt es dafür nur einen akzeptablen Grund:
höhere Gewalt.
Und es ist eben keine höhere Gewalt, wenn in Neumünster drei Leute warten, von denen dann nur einer mitfahren kann, weil die Autokraft Kleinbusse spart.
Daß in diesem Fall zu dieser mißlichen Lage nicht gekommen ist, war, wie gesagt, purer Zufal.
Außerdem kann man doch wohl erwarten, daß ein Busfahrer einen Ersatzfahrer hinreichend unterweist. Ds ist in diesem Fall offenbar nicht geschehen, sonst hätte der Ersatzfahrer ja gewußt, daß die Möglichkeit des Zustiegs in Neumünster besteht.
Also, das sind Zustände, die man an sich nicht dulden kann. Aber es hilft vermutlich rein gar nicht, dagegen in irgendeiner Weise vorzugehen. Wenn die Autokraft auch nicht im Recht ist, so ist es in solchen Fällen doch nicht aussichtsreich, rechtlich gegen sie vorzugehen. Man müßte sich schon zusammentun und eine Reihe ähnlicher Fälle sammeln und bezeugen.
Und selbst dann könnte man die Autokraft vermutlich nicht dazu bringen, verläßlicher zu arbeiten.
Eine weitere Möglichkeit bestünde natürlich darin, die Medien auf diese Mißstände aufmerksam zu machen. Aber auch das ist aussichtslos, weil die Provinzjournalisten von den Kieler Nachrichten zur Kritik weder in der Lage noch bereit sind.
Es bleibt also nur die Möglichkeit zu hoffen, daß Internet-Publikationen bald genügend Gewicht haben werden, um Druck auszuüben. Ich meine damit natürlich auch und gerade dieses Blog. Es kann nicht mehr lange dauern, bis es das wichtigste Medium für Neumünster und Umgebung ist.
Die gegenwärtige Lage läßt noch zu wünschen übrig, das ist auch mir klar.
Oder, positiv ausgedrückt:
Ds Blog ist ausbaufähig.
Daß Ihr es zuhauf lest, wie die statistische Werte zeigen, freut mich zwar, aber es reicht nicht. Wenn es sich zu DEM Neumünsteraner Medium entwickeln soll, dann braucht man mehr Kommentare und vor allem mehr regelmäßige Autoren.
Also, Herrschaften, Damen und Herren: Ran an das Blog, und teilt den anderen Neumünsteranern Eure Erfahrungen auch mit der Autokraft mit.

Stephan Frey: Warum zog er seine Kandidatur zurück?

Neumünsteraner Sozis, hat man sowas schon gesehen?
Erst kündigt der kaum bekannte Stephan Frey an, sich als Gegenkandidat Stegners um den SPD-Vorsitz in Schleswig-Holsten zu bewerben – und nun zieht er seine Kandidatur zurück. Aus gesundheitlichen Gründen, wie es heißt. Nun ja, immerhin hat er mal auf sich aufmerksam gemacht, und das war ja vielleicht der Sinn der Sache.

Neumünsteraner als Leuchte des Nordens

Sönke Baroh ist Neumünsteraner und Banker. Das sind offenbar gute Voraussetungen, um Quiz-Karriere zu machen. Der Mann ist doch tatsächlich „Leuchte des Nordens“ geworden – in der gleichnamigen Quiz Show des NDR.
Was kann es Schöneres geben?
Natürlich einen Auftritt bei „Wer wird Millionär“ und das Abräumen einer Million dort bei G. Jauch.
Dort auftreten wäre meine Sache nicht – aber, Sönke, laß mich Dein Telefon-Joker sein.
Es soll Dein Schaden nicht sein.
Ich verlange nur 50% der Einnahmen.

Jens Rose haut in den Sack

Der Physiotherapeut des VfR Neumünster, Jens Rose, haut in den Sack. Er verläßt den VfR, dem er bislang mit Tat, Tat, und nochmals Tat zur Seite stand. Er war ein großer Muskelkneter vor dem Herrn. Nun muß sich der VfR anderweitig orientieren.

„Dat Schörengericht“ bei der Niederdeutschen Bühne

Dieses Stück ist von der Niederdeutschen Bühne erst vor kurzem zum erstenmal aufgeführt worden.
Das Lustspiel ist eine plattdeutsche Bearbeitung des Kleist-Stückes „Der zerbrochene Krug“, und kein geringerer als Holger Krützfeldt gibt den Dorfrichter Adam.
Heinrich von Kleist ist ein weithin überschätzter Autor: Lest nur mal sein „Käthchen von Heilbronn“ (der Mann kriegte ja bisweilen noch nicht mal einen Blankvers zustande) oder seine Erzählung „Michael Kohlhaas“ – oder besser: laßt es.
Aber: Eine Bearbeitung eines Kleist-Dramas, aufgeführt von der Niederdeutschen Bühne – das ist ein ganz anderer Schnack.
Diese unsere Niederdeutsche Bühne bringt nämlich verläßlich Unterhaltsames.
Und Dinge zum Grübeln und Wundern.
So gehört hier überraschenderweise ein Porträt des Dichters Christoph Martin Wieland zur Bühnenausstattung. Erklärlich ist mir das zwar nicht, aber es ist stimmig, wie alles andere auch.
Also, Herrschaften, vergeßt, daß der ursprüngliche Dichter ein drittrangiger ist, und geht da bei Gelegenheit mal hin.
Denn die mit Begeisterung arbeitende Niederdeutsche Bühne Neumünster hat auch Euch als Zuschauer verdient.

Christoffel-Blindenmission tut was

Die Christoffel-Blindenmission leistet Bedeutendes:
Sie sorgt dafür, daß Menschen in Asien, Afrika und Südamerika, die am Grauen Star erkrankt sind, operiert werden können.
Damit ihre Sehfähigkeit wiederhergestellt wird.
Die Operation, bei der eine Linse eingesetzt wird, ist erstaunlich preiswert (um die 30 Euro), und dennoch für viele Menschen in den „Entwicklungsländern“ nicht erschwinglich. Daher ist die Arbeit dieser Mission so bedeutsam.
Neumünsteraner haben, Angaben der Kieler Nachrichten zufolge, im vergangenen Jahr 16.600 Euro für diese gute Sache gespendet. Weiter so, kann man da nur sagen.
Andererseits fragt man sich, warum einerseits die Spendenbereitschaft so groß ist, während andererseits 99% der Menschen ungerührt auf dem Gehweg an jemandem vorübergehen, der am Boden liegt.
99% wäre übertrieben?
Mag sein, aber 95% sind es mindestens.

Stadtwerke Neumünster: Änderungen ab April

Wenn die Stadtwerke Neumünster uns eine gute Nachricht übermitteln, dann ist zu erwarten, daß sich zwei schlechte anschließen.Und so geschah es:
Die gute Nachricht: Das Gas verbilligt sich zum 1. April. Aber das ist nur das Zuckerstückchen, das uns das Schlucken der bitteren Medizin erleichtern soll.
Denn die schlechte Nachricht Nummer 1 lautet: Fernwärme wird teurer.
Und dreimal, ach was nur einmal dürft Ihr raten, was die zweite schlechte Nachricht ist. Richtig, auch der Wasserpreis steigt. Noch nicht bis Oberkante Unterlippe, aber wesentlich. Man gibt allerdings dennoch weniger Geld für Wasser aus als bisher, wenn man die folgenden Ratschläge beherzigt:

1. Es gibt Möglichkeiten, die Toilettenspülung zu dosieren. Es ist einfach nicht nötig, nach dem sogenannten oder auch Wasserlassen 8 Liter Wasser zu verbrauchen.

2. Gibt es tatsächlich noch immer Menschen, die beim Zähneputzen das Wasser laufen lassen? Also mindestens drei Minuten lang, wen man gründlich putzt?
Herrschaften, habt Ihr eine Ahnung, wieviel da den Bach runtergeht. Laßt das!
Zur Schonung der natürlichen Ressourcen sowie Eurer Geldbörse.

3. Ähnliches gilt beim Duschen.
Man spült sich halt, meinetwegen auch ausgiebig, mit Wasser ab – aber warum sollte das Wasser noch laufen, während man sich einseift, duschgelt oder shampooniert?
Das ist doch eher hinderlich.
Also: Wenn man damit fertig ist, DANN kann man wieder das Wasser anstellen.
Nun werden manche sagen:
„Aber das dauert in meiner Dusche immer so lange, bis ich die richtige Temperatur gefunden habe. Das will ich nicht jeden Morgen zweimal durchmachen.“

Zugegeben, das ist bei manchen Duschen recht schwierig. Aber dagegen gibt es Mittel. Installationsbetriebe verstehen es da, Abhilfe zu schaffen.
Wie bitte, das kostet doch so viel?

Also, Leute, das ist eine einmalige Ausgabe in Höhe eines Betrages im zweistelligen oder unteren dreistelligen Bereich.
Was man damit aber auf die Dauer spart, ist enorm.

Soweit meine hoffentlich nicht ganz wertlosen Tips, wie man, trotz der Stadtwerke Neumünster, nicht verarmt.

Mit frisiertem Mofa durch Neumünster

Es geschah in der vergangenen Woche, und auch die Kieler Nachrichten berichteten davon.
Ein sechzehnjähriger Mofafahrer fuhr, nichts Böses ahnend, durch unsere Stadt, als er plötzlich von einem Polizeiwagen verfolgt wurde.
Der Jugendliche ergriff die Flucht, wobei das Mofa, das schon vorher auffallend schnell gewesen war, und eben deshalb die Aufmeksamkeit der Freunde und Helfer auf sich gezogen hatte, ungeahnte Leistung an den Tag legte: Die Augen des Gesetzes starrten bei der Verfolgung ungläubig auf den Tacho, der nicht weniger als 100 km/h anzeigte. Sollte man bei so einer Geschwindigkeit in der Stadt nicht die Verfolgung einstellen? Man gefährdet damit schließlich andere Verkehrsteilnehmer erheblich, und des Übeltäters hätte man wohl später immer noch habhaft werden können: Vier Bullaugen sahen schließlich den Jugendlichen, wie sollte er ihnen da entgehen. Wahrscheinlich ist er ja sogar an irgendeiner Stelle geblitzt worden.
Jedenfalls kann man annehmen, daß der Junge sich erst durch die Verfolgung zu einem echten Risiko entwickelt hat. Der wird doch vorher nicht 100 gefahren sein, das wäre doch gar zu blöd. 50 oder 60 vielleicht.
Also, wie ging das Ganze nun aus?
Der Junge stürzte in der Störstraße und erlitt Schürfwunden.
Man kann von Glück sagen, daß er sich nicht den Hals gebrochen hat.
Und wenn das geschehen wäre, wer wüsche dann seine Hände in Unschuld?
Richtig, die Polizisten. Denn es muß ja alles seine Ordnung haben: Fährt einer zu schnell, dann muß er auf Teufel komm raus verfolgt werden, egal, ob er sich erst durch die Verfolgung zu einer Geschwindigkeit zwingen läßt, die er nicht kontrollieren kann, so daß er ebenso in Lebensgefahr schwebt wie manche unbeteiligte Passanten.

Wettbüro in der Kaiserstraße überfallen

Das war am Sonntag, und der Täter erbeutete um die 1000 Euro. Seine Flucht war erfolgreich.
Es wundert micht, daß derlei nicht öfter vorkommt.
Es gibt doch viele, die sich von Wettbüros beschubbert fühlen.
Als Motiv kommt also nicht nur persönliche Bereicherung, sondern auch Rache in Frage.

Bundesrammlerschau in Neumünster

In dieser Woche war in Neumünster Bundesrammlerschau.
Jeder Kaninchenzüchter mit sowohl Rang als auch Namen war da, um sich und seine Geschöpfe zu präsentieren. Und natürlich vor allem, um sich den Preisrichtern zu stellen. Davon gab es immerhin 100!
Hundert Preisrichter, Herrschaften. Das ist schon große Welt.
Was allerdings für Katzen gilt, das gilt auch für Kaninchen: Die Stammform, die in der Natur vorkommende Form also, von der die Zuchttiere abstammen, ist die schönste. Da nützt eben alles Züchten nicht. Es sei, um die Tiere irgend schmackhafter zu machen. Das ginge, wie Beispiele anderer Arten zeigen.
Aber ums Essen ging es ja bei dieser Schau nicht.

Linke in Neumünster stark aufgestellt

Die Partei Die Linke, hervorgegangen aus PDS und WASG, ist auch in Neumünster stark aufgestellt. Bei den Kommunalwahlen 2008 wird sie in jedem der 23 Neumünsteraner Wahlkreise mit einem Kandidaten vertreten sein. Die Vermutung, daß die Partei nur im Osten stark sei und daß es im Westen erhebliche Personalprobleme geben würde, hat sich also als falsch erwiesen.
Nicht nur in Neumünster.

Lieblingsschlagzeile aus den Kieler Nachrichten

Diese lautet:

„Verfahren wegen Hehlerei eingestellt“

Das heißt, Hehlerei führte zur Einstellung eines Gerichtsverfahrens, obwohl doch in einem Rechtsstaat Hehlerei im Gegenteil zur Aufnahme eines Verfahrens führen müßte.
Aber natürlich meinen die KN etwas anderes:
nämlich, daß ein Verfahren gegen einen Geschäfsbesitzer, der wegen Hehlerei angeklagt war, vom Neumünsteraner Amtsgericht wegen geringer Schuld eingestellt wurde.
Aber was sie da in der Überschrift schreiben – na, sie merken eben nichts.