Man muß ja nicht gleich stolz sein auf Neumünster, und man hat auch keinen Grund dazu, solange man nicht dazu beigetragen hat, daß die Stadt so ist, wie sie sit.
Aber man muß ja andererseits die Stadt nicht immer wieder als häßlich bezeichnen, wie es auch und gerade Neumünsteraner immer wieder tun: Die Stadt sei gesichtslos, ohne Identität, es mangle ihr an Sehenswürdigkeiten.
Nein, dem will und kann ich nicht zustimmen.
Es gibt in dieser Stadt so einige Sehenswürdigkeiten.
Die größte davon ist übrigens die göttliche Ann-Kathrin Krebs.
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An dem Abend, an dem der Schienenverkehr flächendeckend eingestellt wurde, sah ich verzweifelte Menschen auf dem ZOB umherirren. Überall fragten sie, wo denn nun der Schienenersatzbus wohin auch immer sei.
Ja, es war schon recht sonderbar - gestrandete Menschen allenthalben. Man fühlte sich geradezu an die Ergebnisse der Verwüstungen in New Orleans nach dem Hurricane Katrina erinnert.
Das wäre übertrieben, meinst Du, geneigter Leser?
Na, ich habe die Ereignisse doch nicht gleichgesetzt, ich sagte ja nur, das eine erinnere an das andere.
Der Schienenersatzverkehr könnte übrigens wirklich effektiver sein.
Der Neumünsteraner Sport hat eine Attraktion, die sonderbarerweise bislang kaum Beachtung findet. Sicher, ein Damen-Handball-Oberligist wie Olympia Neumünster ist normalerweise nicht imstande, Massen zu mobilisieren, aber in diesem Fall sollte man schon mal einen Blick riskieren:
Wenn auch nur wegen Jana Reinert, und zwar deshalb, weil sie eine der stilistisch besten Handballerinnen unter der Sonne ist. Ja, man kann sogar mit Fug und Recht behaupten: Sie verleiht dem Spiel Anmut und Würde.
Und das ist etwas, das ich im Frauenhandball nie und nimmer erwartet hätte.


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