Archiv für den Monat: September 2006

VFR Neumünster spitze!

Zugegeben, im Spiel gegen Henstedt-Rhen war nicht nur Sonnenschein, wenn auch das Ergebnis mit 4:0 deutlich genug ist.
Aber der VFR ist nun in einer Lage, in der man tatsächlich nach oben schauen kann. Nur Altona und Wolfsburg sind noch vor dem VFR – der Aufstieg ist drin.
Das hebt die Stimmung und macht n schlanken Fuß. So kamen denn gegen Henstedt 621 Zuschauer, also, wenn ich nicht irre, ungefähr dreimal soviel wie im Durchschnitt in der letzten Saison, als der VFR so vor sich hindümpelte.
Die wahren Fans sind das vielleicht nicht, die jetzt erst kommen, sondern vielmehr Schönwetter-Sportfreunde.
Damit will ich nicht sagen, daß man auf die auch verzichten könnte – nein, die werden natürlich gebraucht.
Jeder Zuschauer sollte willkommen sein, außer den verdammten Rassisten, die Spieler mit Nazi-Parolen bepöbeln.

Aber der harte Kern der Fans, die mit ihrer Mnnschaft nicht nur durch Dick, sondern auch durch Dünn gehen, ist in Neumünster zu klein.
Was ist da zu tun?
Ich habe keine Ahnung.
Aber so traurig soll dieser Artikel nicht enden.
Führen wir uns lieber das Konto des VFR vor Augen: Nach 7 Spielen 13 Punkte und 14:6 Tore. So kann es weitergehen.

I had a dream!

Ja, ich hatte heute nacht einen Traum:
Ich befand mich, was ja nicht weiter verwunderlich ist, in Neumünster, genauer in Faldera.
Mitten in einem Volksfest, und ich kam mir einsam vor, weil das Fest überhaupt nicht hip war.
Oder war ich nicht hip?
Und alle anderen waren es?
Das weiß man im Traum ja nie so genau.
Und ist das Wort „hip“ überhaupt noch hip?
Aber das fragte ich mich nicht im Traum, das frage ich mich nur jetzt, von der Sache mich entfernend, zu der ich jetzt sofort zurückkomme.
Also, das Ganze wirkte auf mich extrem provinziell, wie man es sonst nur von Dörfern mit höchstens 400 Einwohnern erwartet. Es gab Brezelbuden und dergleichen. Genau erinnere ich mich nicht.
Was ich aber noch weiß:
Da waren US-amerikanische Gogo-Boys,die halbnackt einen Spielmannszug bildeten.
Und sie sangen:
Wir machen durch bis morgen früh und singen
bumsfaldera!
Bumsfaldera!
Bumsfaldera!

Nun frage ich Euch: Was soll das denn?
Ich bin jedenfalls schweißgebadet aufgewacht. Einen schlimmeren Alptraum hatte ich, soweit ich mich erinnere, nie.
Kann ihn mir mal jemand interpretieren?

Neueröffnung einer Diskothek

In unserer schönen Stadt wird eine neue Diskothek eröffnet.
Das erscheint durchaus nicht sinnlos. Denn übersättigt ist Neumünster mit Diskotheken bislang nicht.
Auch der Ort im Gewerbegebiet Süd (Wrangelstraße 34) ist ja nicht der ungünstigste.
Am Freitag, dem 29.9. ist es soweit.
Da wird dann also der Orange & Blue Club eröffnet.
Kommt massenhaft!
Mir geht es jedenfalls so, daß ich jedesmal, wenn ich eine neue Cola, Remoulade, was auch immer sehe, diese erstmal kaufen muß. Dann wird aufmerksam geschmeckt, und ich sage mir:
„Interessant, sehr interessant.“
Aber in den meisten Fällen auch:
„Einmal und nie wieder!“
So verfahre ich auch mit Neuem in unserer Stadt.
Man sollte doch allem Neuen eine Chance geben. Zu vermuten ist übrigens, daß diese Diskothek auf eine andere Klientel schielt als das Sky. Während dort einmal im Monat der blödeste Schmollmund und die drallsten Dudeln gewählt werden, deutet doch ein Name wie „Orange &Blue Club“ auf ein höheres Maß an Seriosität hin.
Aber vielleicht täuscht der Name ja.
Und vielleicht herrscht ja auch Langeweile da, wo man Seriosität anstrebt.
Wir werden sehen.

Neulich im Lokschuppen: Vagina-Monologe

Einerseits ist es berüchtigt, andererseits wird es belächelt:
Das Stück „Vagina-Monologe“.
Und so beginnt der Artikel in den Kieler Nachrichten über das Weibsstück, daß vom Theater Combinale Lübeck aufgeführt wurde:

„Manche nennen sie Hildegard, Marika Rökk oder ´die gute Stube´, für andere heißt sie Tschoubidou: Wissenswertes aus dem Reich des weiblichen Südens …“

und so weiter und so fort.
Hat da ein Redakteur / eine Redakteurin dem Verstand hitzefrei gegeben?
Aber so heiß war es doch gar nicht Anfang September, als der Artikel geschrieben wurde. Dann muß es wohl an innerer Hitze gelegen haben.
Gehen wir doch die verhüllenden Bezeichnungen des zitierten Artikelanfangs der Reihe nach durch:

Hildegard?
Da schaue ich doch gerade mal im Lexikon nach …
Also, „Hilde“ geht auf ein althochdeutsches Wort zurück, das „Kampf“ bedeutet.
Die Bedeutung des zweiten Teils (-gard) ist unbekannt.
Da sind wir auf Vermutungen angewisen:
Hildegard=Kampflesbe?
Gleichviel, es erklärt nicht, warum man die Vagina ausgerechnet Hildegard nennen sollte.
Da kann man ja mit jedem weiblichen Vornamen kommen.
Also weiter:
Marika Rökk?
Irgendeine Unterhaltungsmumie aus der NS-Zeit.
Mir auch völlig unverständlich.
Die gute Stube?
Na, das ist doch wenigstens verständlich.
Ein Raum eben, in den liebe Menschen anderen Geschlechts gern eingeladen und mit Flüssigem bewirtet werden.
Aber wie nennt man dann eine Vergewaltigung?
Haus- und Stubenfriedensbruch?

Und nun auch das noch:
Tschoubidou!
Da wird es doch gar zu kindisch.
Sollte sich darin ein Wunsch ausdrücken?
„Tschou“ klingt schließlich wie englisch „chew“: kauen.
Das erinnert mich an die Ausdrucksweise von Afroman in dessen Hit „Because I got high“:

„I was gonna make love to you,
but then I got high.
I was gonna eat your pussy, too,
but then I got high.
Now I´m spanking off
and I know why:
because I got high,
because I got high,
bacause I got high.“

Zu deutsch etwa:

Ich war im Begriff, mit Dir geschlechtlich zu verkehren,
aber dann war ich infolge der Einnahme illegaler Drogen benebelt.
Ich war auch bereit, Deine Muschi zu essen,
aber dann war ich infolge der Einnahme illegaler Drogen benebelt.
Nun hole ich mir einen runter (oder zwei, oder drei, das geht aus dem Wortlaut des Originals nicht hervor; Anmerkung des Übersetzers),
und ich weiß warum:
weil ich infolge der Einnahme illegaler Drogen benebelt war,
weil ich infolge der Einnahme illegaler Drogen benebelt war,
weil ich infolge der Einnahme illegaler Drogen benebelt war.

Zugegeben, das war jetzt ein wenig umständlich, aber so weiß wenigstens jeder, was gemeint ist.

Aber so ist das wohl zu verstehen:
Tschoubidou=Chew! Be! Do!
Chew!
Be!
Do!
Das bedeutet: Kaue (Genauer:Zunge, Zähne und Lippen sollen zum Einsatz kommen.)
Sei (so ieb!)
Tu (es!)
Eine Aufforderung einer Frau an einen Mann also.
Aber lest doch mal den Anfang des Romans „Moskauer Schönheit“ von Jerofejew (und gleicht das Gelesene mit eigenen Erfahrungen ab, sofern vorhanden). Von unterschiedlichen Tschoubidou-Aromen ist da die Rede:
Bergamotte,
Steinpilz
und vieles andere.
Aber eben auch Bratfisch.
Die Aufforderung Chewbedo können sich eben nicht alle Frauen leisten.
Daher ist der Name Tschoubidou nicht in jedem Fall geeignet.
Was gibt es für Alternativen?
Silberbüchse?
Pantoffeltierchen?
Schweifrutsche?
Sahnegrübchen?
Damit soll es nun aber auch genug sein.
Nur das noch:
Es ist längst erwiesen, daß Frauen um ein Vielfaches mehr reden als Männer.
Und was nun die Vagina-Monologe betrifft:
Redet, was statt zwei Lippen vier hat, doppelt soviel, oder müssen wir hier gar die Potenz berechnen?

Photo Ruser und die Bücher

Wer eine Kamera hat und meint, er könne nun fotografieren, der hat einerseits recht, andererseits aber gibt es noch einiges zu lernen.
Und wenn man nicht gleich wieder einen Kurs belegen will, dann geht man halt zu Photo Ruser in der Lüthjenstraße 1.
Denn da erhält man wesentliche Literatur zu vielen Aspekten des Fotgrafierens.
Und das Fotografieren hat mehr Aspekte, als sich der Laie träumen läßt.

Baden und Musik in Bad Bramstedt

„Roland Oase“ nennt sich ein Freibad in Bad Bramstedt (Am Badesteig 5).
Genauer: Die Roland Oase versteht sich als „Sauna und Warmwasserfreibad“.
Und man bietet dort auch Solarium, Massage und Wellness. Das ist doch etwas für alle, denn wer hätte wohl etwas dagegen, wenn ihm well wäre?
Es gibt dort sogar Events!
Neulich zum Beispiel eine „lange Nacht der Musik“.
Dabei bot man, wie es in einer Anzeige des Unternehmens heißt, „3 verschiedene Bands“.
Na, da sind wir aber froh, daß es nicht drei gleiche Bands waren!
Offenbar sollen alle Bevölkerungsgruppen mit der Wassermusik angesprochen werden.