Ich zitiere aus den Kieler Nachrichten vom 7. August (S. 12):
“Rund 250 Mitglieder aus dem Landes- und Kreisverband Neumünster im Bund der Vertriebenen (BdV) gedachten am Sonnabend am `Tag der Heimat` ihrer leidvollen Zeit als Flüchtlinge und Entwurzelte.”
Tja, wie denn nun?
Vertriebene gedenken ihrer Flucht?
Also sind sie gar niht vertrieben worden?
Es klingt halt nur am besten, weil am skandalösesten, wenn man sich `Bund der Vetriebenen` nennt.
Wahr ist, daß manche geflüchtet , manche von den deutsche Gauleitern auf den Weg nach Westen geschickt worden und ein paar ausgesiedelt worden sind.
Nun gedenken sie also.
Öffentlich.
Des eigenen Leids.
Man gedenkt üblicherweise anderer öffentlich.
Seiner selbst öffentlich zu gedenken, ist lächerlich, aber vielleicht liegt der Fehler ja hier eher in der Formulierung des zitierten Journalisten.
Daß die Umsiedlung aber Konsequenz deutscher Verbrechen ist, wird vom BdV, wie immer, ausgeblendet.
Der KN-Artikel endet übrigens mit den Worten:
“Der BdV-Landesverband fordert zudem die Errichtung eines `Zentrums für Vertreibung` in Berlin.”
Der Verfasser hat von diesem ganzen leidigen Thema offenbar noch nichts vernommen, wie sich in zitiertem Satz zeigt.
Und:
Ein Zentrum FÜR Vertreibung!
Es ist schon recht komisch.



1 Kommentar »