Archiv für den Monat: Juli 2006

VfR nach Sieg in Stadt-Derby für höhere Aufgaben gerüstet

Daß der VfR das Testspiel gegen den PSV gewann, ist keine Übrraschung.
Abert die Höhe und die im Spiel gezeigten offensiven (Chancenverwertung!) wie defensiven Qualitäten lassen hoffen.
Aber welches Ziel kann sich der VfR setzen?
Klassenerhalt?
Das wäre angesichts des Potentials der Mannschaft zuwenig.
„Gesicherter Platz im Mittelfeld“?
Schon eher, aber mich würde der Aufstieg nicht überraschen.
Aber die Zuschauer, die Zuschauer!
Die paar Gestalten, die sich da verlieren!
Kommt doch mal wieder vorbei, Neumünsteraner!
Der VfR ist hip!

Janne-Friederike Meyer, große Tochter unserer Stadt oder doch des weiteren Umkreises

Janne-Friederike Meyer, Jahrgang 1981, ist Deutsche Meisterin im Springreiten.
Die Reiterin von Schenefeld / TGH Neumünster setzte sich in Münster gegen stärkste Konkurrenz durch.
Es stellt sich kritischen Geistern nur die Frage:
Muß das sein?
Ein Wettbewerb extra für Frauen?
Ist das nicht diskiminierend?
Dies ist schließlich nicht Leichtathletik oder gar Gewichtheben.
Sicher, ganz ohne körperliche Anstrengung geht es auch für die Reiterin / den Reiter nicht, aber den Hauptbeitrag leistet nun einmal das Pferd.
Dennoch, wahrscheinlich arbeitet man schon daran, die Damenwettbewerbe olympisch zu machen.

Katzenausstellung in unserer Stadt

Die kleinste Katze ist ein Meisterwerk.“

Das sagte Leonardo da Vinci, und selbstredend hatte er recht.
Die Hauskatze stammt bekanntlich von der Altweltwildkatze ab, genauer: von der Unterart Nubische Falbkatze.
Die Formvollendung der Falbkatze / Hauskatze outet jeden als Deppen, der daran noch herumzüchtet.
Und eine solche Deppenparade gab es am Wochenende in Neumünster:
eine Katzenausstellung mit ca. 300 Tieren, veranstaltet vom Regional-Verband Deutscher Edelkatzen-Züchter (Flintbek).
Allein „Edelkatzen“!
Glauben die tatsächlich, eine normale Katze sei weniger edel als solche, denen man die Haare weggezüchtet hat und was dergleichen Ideen mehr sind?

Geburtstagsbrunch für die im Sternzeichen Löwe Geborenen

Auf sowas muß man erstmal kommen!
Prima Geschäftsidee!
Das gibt es am 30. Juli im Cafe de Cuba.
Und zwarab 10.30 Uhr.
Bin eigentlich auch ich Löwe?
Das sollte man doch eigentlich wissen, oder?
Na ja, was das Geburtsdatum betrifft, bin ich das.
Aber als mich mal eine Kollegin nach meinem Sternzeichen fragte, antwortete ich, ich hätte keines, denn wer sage, er habe dieses oder jenes Sternzeichen (oder sei es sogar), der gebe sich damit als Anhänger der Astrologie zu erkennen.
Das wollte die Bekannte aber durchaus nicht einsehen.
Ihr allerdings, hoffe ich.

Life Style Bowling

So heißt der Bowling-Anbieter in der Christian-Straße 2-4.
Der Name ist doch lustig: Bowling hat das Image des Altbackenen, Ranzigen, Spießigen.
Da soll das Wort „Lifestyle“ ein Gegengift sein.
Ob es wirkt?
Jedenfalls kostet das Spiel an Montagen nur 1,50 Euro, weil sich an Montagen ja sonst niemand blicken läßt.

Was mich betrifft, so bin ich der Auffassung, daß das Bowling genanntes Image zurecht hat. Da spiele ich doch lieber Tischfußball. Nimmt auch weniger Platz ein und ist daher billiger.

Kandi Disco im Cafe de Cuba

Kandi Disco?
Was ist das denn nun wieder?
Es handelt sich dabei um Dance/House-Remixes, die inzwischen so beliebt sind, daß das Cafe de Cuba dafür eine eigene Veranstaltung eingerichtet hat.
Erstmals am 22. Juli ab 20.00 Uhr.
Ob das erste Mal auch das Letzte Mal sein wird, bleibt abzuwarten.
Man geht dort ja wohl nach dem Versuch- und- Irrtum-Prinzip vor, und wenn die Leute wegbleiben, dann wird es eben keine Wiederholung geben.
Also, Interessierte, gleich beim ersten Mal hin, denn es ist auch eine Art Abstimmung.

Klosterrock

Gegen das Schleswig-Holstein-Musikfestival sollte man kräftig anrocken. Und das geschieht tatsächlich: am 28. und 29. Juli ab 18 Uhr auf der Klosterinsel Neumünster.
Zu sehen und zu hören sind dort unter anderen Kissed, Gorilla Monsoon und Lecker Fischbrät.
Präsentiert wird das Ganze von einer Initiative Klosterrock und vom Jugendamt Neumünster.
Es kann also nichts Subversives dabei sein.
Oder doch?

Live-Mucke im Irish Pub

Immer mal wieder.
Zunächst aber ist es zu begrüßen, daß auch Neumünster ein Irish Pub hat.
Damit wirkt die Stadt doch schon reichlich großstädtisch, obwohl sie nach der üblichen Definition – Großstädte sind Städte mit 100.000 und mehr Einwohnern – noch ein wenig davon entfernt ist.
Im Irish Pub nun gibt es fast wöchentlich Live-Musik, zum Beispiel am Samstag, dem 22. Juli ab 22 Uhr Ca´ the Yowes.
Dieses Irish Pub, das sich The Foggy Dew nennt, führt übrigens mehr als 60 Whiskys. Da dürften auch Kenner auf ihre Kosten kommen.

80er/90er Cocktail-Party im Sky

Die läuft am 29. Juli.
Das Ganze nennt sich Cocktail-Party, weil es da Cocktails zu Sonderpreisen gibt.
Außerdem werden angeblich Cocktail-Gutscheine im Wert von 1000 Euro verschenkt.
Also wie denn jetzt?
Jeder dieser Scheine ist 1000 Euro wert?
Das wären lange und unpraktische Gutscheine.
Nein, es werden wohl eher 20 Gutscheine im Wert von je 50 Euro sein, also im Gesamtwert von 1000 Euro.
Ist doch klar.
Aber die Zahl 1000 zieht natürlich erstmal magisch an, und das soll sie ja auch.

Sky wählt Party-Girl Juli

Und zwar am Freitag, dem 21.
Na ja, wers mag.
Leider weiß ich nicht, ob sich da jemals militante Feministinnen blicken ließen, um diese Wahlen zu unterbinden.
Und ob es dann zu einer Schlacht zwischen den hauseigenen Gorillas und den von jenen sogenannten Kampflesben gekommen ist.
Wie würde sich in so einem Fall die Polizei verhalten?
Auf wessen Seite stünde sie?
Na ja, da die Veranstaltung legal ist, ist die Polizei in solchen Fällen gezwungen, das Etsablissement gegen Übergriffe zu schützen.

Massentrauung im Sky

Neulich war Massentrauung im Sky, inklusive Knutsch-Contest.
Alsowissensenee.
Warum bloß erinnern mich Massentrauungen an Massenselbstmorde?
Die gibt es ja auch.
Ich meine nicht bei Lemmingen, bei denen gibt es natürlich keine Selbstmorde.
Nein, aber in der einen oder anderen Sekte ist das doch schon erfolgreich praktiziert worden.
Man braucht wohl weniger Mut, wenn man es gemeinsam macht.
Und das gilt auch für das Heiraten.
Und auch beim Heiraten ist es doch so, daß man wenigstens einen Teil seines Lebens aufgibt.
Wie sagte Schopenhauer:
Heiraten bedeutet die Rechte halbieren und die Pflichten verdoppeln.
(Nicht wörtlich, aber sinngemäß.)

Finde ich also gar nicht mal so gut, daß das Sky diese garstige reaktionäre Institution, die man Ehe nennt, propagiert.

Freigetränke im Sky

Das Sky weist darauf hin, daß (zumindest im Juli) Herren im Anzug und jede Dame (im Volksmund Lady genannt) vor 22 Uhr 50 Freigetränke erhalten.
Da stelle ich als mächtig kritischer mündiger Bürger drei Fragen:

1. Warum bekommen die denn gleich 50 Freigetränke,
wird das Sky dabei nicht arm?
Laßt mich jeweils gleich antworten:
Nein, es wird nicht arm dabei: „50“ heißt ja nur soviel wie „unbegrenzt“. In praxi werden dabei im Durchschnitt doch wohl nur drei rauskommen.

2. Warum denn alle Damen, nicht aber alle Herren?
Blöde Frage, weil die meisten Getränke eben alkoholisch sind:
Man will mit diesem Angebot zunächst mal möglichst viele Frauen anlocken.
Außerdem glauben viele Männer, daß die Frauen sich dort für lau dichtknallen und in diesem Zustand dann leichter gewissen von fremden Männern gemachten Vorschlägen zustimmen.
Und glauben Männer das zurecht?
Jedenfalls zieht diese Annahme mehr Männer an.
Das Angebot spricht also sowohl Frauen als auch Männer an und macht die Bude rappelvoll.

3. Warum sind denn die Getränke bis 22 Uhr auch für Männer im Anzug umsonst?
Da bin ich mir nicht sicher.
Vielleicht sieht man es im Sky mit Sorge, daß die Kundschaft da zu prollig und gewaltbereit ist.
Mit diesem Angebot zieht man also (wenn es denn klappt) die Mittelschicht an.
Aber nicht nur das:
Auch manche Prolls haben schließlich Anzüge.
Diese Männer werfen sich dann in Schale, um den Alk abzugreifen, und selbst wenn sie dicht wie Schotten sind, sagen sie sich:
„Nein, beulen werde ich mich heute nicht, nicht in dem schönen Anzug.“

So, nun sind die Fragen zur Zufriedenheit beantwortet, jedenfalls zu meiner (obwohl ich bei der dritten immer noch nicht ganz sicher bin).

Kino im Gerisch Park

Und zwar am Sonntag, dem 6. August.
Zunächst mal setzt es ab 14 Uhr ein „Buntes Programm für Jung und Alt“, was selbstredend Quark ist: „Jung“ wird nämlich schon von der Formulierung „buntes Programm“ verläßlich abgestoßen.
Mittelalt auch.
Man muß wohl schon über 70 Jahre alt sein, um davon nicht gelangweilt und/oder angewidert zu sein.
Schließlich gibt es da auch noch Open-Air-Kino:
„Das Mädchen mit dem Perlenohrring“.
Scarlett Johansson in ihrer schlechtesten Rolle.
Ein ganz und gar snobistischer Fim.
Ich habe Euch gewarnt.

Justus Frantz und die Philharmonie der Nationen

Große Welt der Musik in Neumünster. Im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, und zwar am 11. August um 20 Uhr in der Holstenhalle.
Geboten wird die Ouvertüre aus der Zauberflöte, denn der Justus schmückt sich gern mir dem Berühmtesten.
Dieser unser Justus Frantz ist das master mind der Veranstaltung, denn er sitzt nicht nur am Flügel und haut gar mächtiglich in die Tasten, sondern er läßt es sich außerdem nicht nehmen, das Orchester zu leiten.
Nun mag man den Frantz für einen eitlen Gecken halten, der ebenso medien- wie geldgeil ist und dessen Musikverstand dürftig zu nennen ein Kompliment wäre, aber andererseits …
Bei näherer Betrachtung bemerke ich, daß mir nichts einfällt, das Justus Frantz zugute zu halten wäre.

Mozart 1791

So nennt sich eine Veranstaltung im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, die am 4. August um 18 Uhr in der Vicelinkirche stattfindet.
„Der Weg zum Requiem“ lautet der Untertitel.
Ganz schön kryptisch.
Zumindest für Menschen, die, wie ich, keine Mozart-Kenner sind.
Geht es hier um die Entstehungsgeschichte einer Komposition?
Oder Was?
Man soll wohl neugierig werden.

Mara und das merkwürdige Meer

Dies ist eine Geschichte mit und in Musik für Kinder.
Oder, in den Worten des Veranstalters:
„Eine fantastische Klanggeschichte für coole Kids ab acht Jahren mit Musik von Chiel Meijering.“
Am 30. Juli um 16 Uhr in der Stadthalle.
Das Ganze im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals.
Da ist eben auch an die Kinder gedacht.
Nur nicht intensiv genug.
Daher meint man tatsächlich, man könne sich bei achtjährigen Kindern anbiedern, indem man sie als „coole Kids“ anspricht.
Nein, so geht es nicht.
Aber das spricht natürlich weder gegen das Stück noch gegen die Aufführung.
Laßt Euch die nicht von der Formulierung „coole Kids“ vermiesen, liebe Kinder.

Summer Beer – interessant

Der Landgasthof Kirschenholz in Schillsdorf hat einiges zu bieten:
Sogenannte Landwaren, ein Cafe, einen Kaffegarten, den man auch gern als Biergarten betrachten darf, ein Restaurant und last, aber keineswegs least auch eine Brauerei.
Das Bier, das in dieser Brauerei hergestellt wird, kann man frisch gezapft im Restaurant genießen – man kann es aber auch in Fässern mit nach Hause nehmen.
Im Landgasthof Kirschenholz ist man auf die Idee gekommen, die betreffende Gerstensaftkomposition „dat erste plattdütsche Beer“ zu nennen.
Und ist denn solche Absurdität nicht lustig?
Na ja, geht so.

Falderaer sind vollwertige Neumünsteraner

Immer wieder ist zu beobachten, daß die übrigen Neumünsteraner die Falderaer als Menschen zweiter Klasse behandeln.
Daß sie sie von oben herab ansehen.
Daß sie sie schneiden und meiden.
Daß sie nach Möglichkeit nicht mit ihnen sprechen.
Nur weil Falderaer eben Falderaer sind.
Herrschaften, so geht es nicht.
Wo gibt´s denn sowas?
Innerstädtischen Rassismus!
Habt Ihr mal daran gedacht, daß Ihr die Faldraer auf diese Weise in die Verwahrlosung, wenn nicht gar zu Verzweiflungstaten treibt?
Aber es wäre vergebliche Liebesmüh, an Eure christliche Nächstenliebe zu appellieren.
Also spreche ich im folgenden nur noch die Falderaer an:
Falderaer, vereinigt Euch!
Gegen den Standesdünkel der übrigen Neumünsteraner!
Ihr habt nichts zu verlieren als Eure Ketten!