Neumünster-Blog: Das Weblog von Neumünsteranern für Neumünsteraner

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9
Jun '06

Fitnesscenter Muskelkater in Neumünster

Das heißt wirklich so.
Nach der Devise:
Bekommt man vom Training keinen Muskelkater, dann hat es nichts gebracht.
Oder auch:
No pain,
no gain.

Der Slogan des Hauses lautet:
“Geben Sie sich einen Ruck, den Rest machen wir.”
Und der Rest ist beträchtlich. Es gibt jede Menge Kurse für Nordic Walking, Yoga, Aerobic, aber aber auch einiges, worunter ich mir nix rechtes vorstellen kann:
Body Fun Mix, Hot Iron u.a.
Aber letztlich ist doch auch so ein Fitnesscenter nur ein Ort, um Bekanntschaften zu machen.
Sich fit machen kann man auch allein – ohne all die teuren Apparaturen.
Soll ich dennoch die Adresse angeben?
Na gut:
Wrangelstraße 12-16

Antigone und Sophie Scholl

In der IGS Brachenfeld führen Schüler am 16. Juni um 11 Uhr Goethes Antigone auf.
Heavy Stoff.
Aber wer schrieb denn da, wie man auf Seite 10 des diesmonatigen After Dark nachlesen kann, folgendes ins Programm?:
“Antigone und Sophie Scholl – zwei mutige Schicksale”
Frauen können mutig sein, Schicksale nicht.
Aber die Antigone, die kann man sich schon ansehen.
Und vorher vielleicht mal lesen.

De Cuba mit Zwillingsparty

Die läuft am 9.6.
Ob da Zwillinge umsonst reinkommen, ist mir nicht bekannt.
Zweieiigen sieht man´s ja auch nicht an.
(Der eine oder andere wird sich noch an den hübschen Film von Ivan Reitman erinnern, in dem Arnold Schwarzenegger und Danny de Vito Zwillinge mimten.)

Wollen die umsonst rein, müssen sie wohl ihre Ausweisee zum Abgleichen präsentieren.
Übrigens: Ein sicherer Beweis wäre das auch bei Eineiigen nicht: Wie sollen die nämlich beweisen, daß sie nicht Drillinge odere Vierlinge sind?

Na, so genau wird man es doch wohl nicht nehmen.

Aber allein mit Mehrlingen der Region ist der Schuppen doch nicht vollzukriegen.

Man braucht also noch genügend andere.
Leute, die bereit sind, diese Laune der Natur zu begaffen.

Wollen wir Erich (von Erich´s Grill) beim Wort nehmen und also arm machen?

Erich´s Grill – natürlich werden nun einige einwenden, es gebe im Deutschen kein Genitiv-Apostroph, und es müsse daher “Erichs Grill” heißen.
Aber da bin ich päpstlicher als der Papst und entgegne
1., daß das Fehlen des Genitiv-Apostrophs ja nun wirklich keine strukturelle Eigenschaft des Deutschen ist – dieses Apostroph gab es auch in unserer Sprache, derzeit ist es zwar nicht vorgesehen, aber das kann sich ändern. Eigentlich ist es wurst.
Womit wir beim Thema wären, denn ist Erich etwa nicht nicht bekannt für seine vorzüglichen sausage´s?!
Das ist übrigens ein falsches Apostroph, denn es zeigt weder eine Auslassung noch einen Genitiv an.
Dieser übrigens kommt auch ohne Indikator aus, daher sagte ich ja, es ist wurst.
Womit wir allerdings, wenn ich es recht bedenke, doch noch nicht beim Thema sind, denn wo ein 1. ist, da muß doch mindestens ein 2. folgen.
Also bitte:
2. entgegene ich, daß “Erich´s Grill” ein Eigenname ist, und bei Eigennamen von Imbißbuden und dergleichen ist alles erlaubt.

Klingt “Imbiß-Bude” despektierlich?
Das war so nicht gemeint.
Ich kenne einen solchen Schuppen in der Nähe von Kiel, der nennt sich Bistro.
Meinetwegen.
Nun aber zur Sache:
Erich grillt ja nicht nur einmal hier, sondern an drei Orten:
Brachenfelder Straße 21,
Einfelder Straße 2,
Neumünsterstraße 53.

Zur WM hat Erich sich etwas überlegt, dabei aber nicht nachgedacht.
Das gibt es!
Und ein Beispiel dafür ist eben Erichs Anzeige in einem Monatsmagazin, aus der ich im folgenden zitiere:

“20 % auf ALLE Gerichte am Tag nach einem Sieg bei der WM

50 % auf alle Gerichte am Tag nach dem WM-Titel.”

Kleiner steht darunter:
“bezieht sich natürlich auf die Spiele der deutschen Mannschaft”

Diese Einschränkung reicht allerdings nicht, und nun kann man in die Lücke stoßen, die Erichs Angebot läßt:
Denn ein Sieg bei Spielen der deutschen Mannschaft – das bedeutet nun einmal nicht: ein Sieg der deutschen Mannschaft.
Sondern: Erich muß den Nachlaß nach jedem Spiel der deutschen Mannschaft gewähren, egal WER gewinnt – nur bei einem Unentschieden ist er aus dem Schneider.
Wie kommt Erich aus der Nummer nun wieder raus?
Vielleicht dadurch, daß das
20% bzw. 50% auf alle Gerichte
ja bei genauem Hinsehen doppeldeutig ist?
Es kann ja sowohl Nachlaß als auch Aufschlag bedeuten.
Aber ich glaube, mit dieser Argumentation würde Erich vor Gericht nicht durchkommen.
Der Richter würde sagen:

Hundsfott
(denn so spricht er,
der Richter),
glaube er nicht, er könne mich zum Besten haben.
Gegen alle Vernunft wär´s, würbe ein Kaufmann mit Preisaufschlag.”
Da hat der Richter doch wohl recht.
Also bleibt Erich nichts anderes, als zum Beispiel im Falle eines Sieges Costa Ricas gegen Deutschland im Eröffnungsspiel für ein 10-Euro-Gericht nur 8 zu berechnen.
Aber wollt Ihr das wirklich ausnutzen?
Das bleibt Euch überlassen.

Neumünsteraner und die WM

Nun haben also die besten Kicker der Welt ihre von den vielen beschwerlichen Spielen in den besten Ligen der Welt müden Knochen nach Deutschland geschleppt.
Welt- und Kontinentalmeisterschaften waren schon immer Müde-Knochen-Paraden.
Aber seitdem die besten Liegen der Welt aufgrund der an sich zu begrüßenden weitgehenden Aufhebung der “Ausländerbegrenzung” enorm an Qualität gewonnen haben und außerdem der Champions-League-Spielplan viel dichter geworden ist, wird das überdeutlich:
Zurecht (was die Klasse der Mannschaften betrifft) wurden Frankreich und Argentinien bei der letzten WM als die beiden Favoriten genannt – beide schieden in der Vorrunde wegen der enormen Belastung ihrer Leistungsträger in den europäischen Ligen schon in der Vorrunde aus.
Und bei der EM 2002?
Die Griechen konnten nur deshalb gewinnen, weil ihre besten Vereinsmannschaften in der heimischen Liga größtenteils nur bessere Trainingsspiele haben und diejenigen, die im Ausland spielten, dort eher selten zum Einsatz kamen und daher zur Zeit der EM körperlich fit waren.
Aber, Neumünsteraner, laßt Euch doch von mir nicht Eure gute Fußball-Laune verderben.
Pilgert ruhig immer wieder in die Stadthalle und macht Stimmung.
Nicht nur bei Spielen der Deutschen.
Und hört auf meine Worte:
Die Niederlande werden Weltmeister.
Und wenn nicht die, dann England.
Oder Brasilien.
Aber einer von den dreien bestimmt.