Archiv für den Monat: Mai 2006

Eisenkunstguß-Museum Büdelsdorf

Wart Ihr da überhaupt schon?
Nicht?
Warum nicht?
Na gut, dann aber hin?
Wie wäre es am 31.5. zwischen 9 und 12 Uhr?
Zu früh?
Dann vielleicht irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr.
Das sollte sich doch wohl einrichten lassen.
Und die Geschichte des Handwerks, insonderheit des Kunsthandwerks ist immer interessant.

Glück-Auf-Allee 4

Alice Schwarzer beim Landfrauentag in Neumünster

Alice Schwarzer, elefantöse Hüterin des deutsch-feministischen Porzellanladens, nahm am Dienstag vergangener Woche am Landfrauentag in Neumünster teil.
Als Gaststar-Rednerin.
Das wundert einen ja alles überhaupt nicht mehr.
Wer nach dem Motto „Hauptsache Frau“ für das Merkel wirbt, der kreuzt eben auch irgendwann bei Veranstaltungen provinziell-konservativer Weiber auf.
Die Kieler Nachrichten brachten am Mittwoch ein Foto von der Veranstaltung.
Links die Top-Landfrau, rechts Landes-Familienministerin Gitta Trauernicht und in der Mitte die Schwarzer.
Ohweh, wie da der Wahnsinn in ihren Augen lauert!
Es kann nicht lange dauern, dann packt er ihre Seele bei der Kehle.

Babymord im Zwielicht

Haltet Ihr die Überschrift für unfreiwillig komisch?
Nach dieser Frage wohl nicht mehr.
Neumünsteraner, es geschah nicht weit von hier.
In Eutin.
Die mutmaßliche Täterin ist 23 Jahre alt.
Das Opfer ist ihr neugeborenes Kind.
Wollen wir immer noch behaupten, derlei sei auf die Verhältnisse im „SED-Regime“ zurückzuführen?
This is not Saxony, this is Holsatia.

Vfr schafft es noch!

Wer aber hätte das gedacht:
Der VfR ist nunmehr seit vier Spielen ungeschlagen und hat tatsächlich noch Chancen, den Absturz in die Verbandsliga zu vermeiden.
Aber, Neumünsteraner, wo bleibt Ihr eigentlich?
Exakt 202 Zuschauer im Spiel gegen Bergedorf, das ist doch nicht die wahre Liebe.
Während also das Team durchaus Oberliga-Niveau beweist, ist die Zuschauerzahl die eines Kreisligisten.
Laßt Euch gesagt sein:
Es geht nichts über Fußball vor Ort, zumal dann, wenn man so dicht am Geschehen sein kann wie in Neumünster.
Und wenn Ihr Euch in den letzten Spielen blicken laßt, dann wird der VfR in der Oberliga bleiben.
Versprochen!
Wilhelmshaven hatte am gleichen Spieltag 1150 zahlende Zuschauer,
nehmt Euch daran mal ein Beispiel, und zwar
zack-zack-zack.

Dagmar Bargmann – zahmes Frettchen

Es bleibt uns, liebe Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner, ja nix anderes, als hin und wieder einen Blick in die Kieler Nachrichten zu werfen.
Warum das prekär ist?
Aus zwei Gründen:
1. Das Niveau ist niedrig.
2. Kritischen Journalismus wird man dort kaum finden.
In der Ausgabe vom 2. Mai zum Beispiel schreibt eine Dagmar Bargmann über den Landvergnügen-Markt auf dem Großflecken.
Dieser fand natürlich „ein begeistertes Publikum“.
War das so?
Ist es nicht so, daß den Kieler Nachrichten zufolge immer und überall alle begeistert sind?
Neben dem Artikel sehen wir ein wirklich schönes Foto:
Ein älterer Herr, vermutlich hockend, ist dort abgebildet, auf dessen wohlbemütztem Kopfe sich ein Frettchen tummelt, das wiederum von einem hinter dem Mann stehenden Jungen gestreichelt wird.
Wie aber lautet die Bildunterschrift?
„Martino Poser (das Kind heißt Poser? Das paßt ja bestens, wenn auch zu jedem Foto; Anmerkung des Verfassers) (7) durfte zum Landvergnügen auf Neumünsters Großflecken die zahme Frettchendame `Neena´ sogar auf dem Arm halten, unter Aufsicht von Besitzer Jürgen Güntherschulze.“
Was Frau Bargmann offenbar nicht weiß:
Ein Frettchen ist nun mal für gewöhnlich zahm, da das Frettchen eine domestizierte Form des Iltisses ist.

Wo man auch hinsieht, nichts als Unterwürfigkeit und Unkenntnis.

Weniger Arbeitslose

Neumünsteraner Arbeitslose!
Ihr seid zahlreich, aber nicht so zahlreich wie im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Es besteht also Hoffnung.
Legt nicht die Flinte ins Korn!
Legt sie auch nicht auf Euch an!
Aber glaubt auch nicht, die positive Tendenz habe irgend mit Merkel zu tun!

Falschgeld als Blüten entlarvt

Was für eine absurde Überschrift!
Aber da Ihr den Artikel ja offenbar trotzdem oder deshalb oder unabhängig davon lest, wird er nicht nur begonnen, sondern auch fortgesetzt, und zwar so:
In der schönen Stadt Neumünster, der Perle Mittelholsteins, ja dem Zentrum des stolzen Bundeslandes Schleswig-Holstein, ist am 27.4. ein Mann als Geldfälscher, man kann fast schon sagen, entlarvt und infolgedessen von der Polizei festgenommen worden.
De Mann hatte, so berichten die Kieler Nachrichten, mit einem einfachen Farbkopierer Blüten im Wert von 210.000 € hergestellt.
Nein, natürlich im Wert von exakt 0 €, aber eben mit einem „Nennwert“ von besagter Höhe.
Nun wollte er in einem Geschäft mit einer der Blüten zahlen.
Der Verkäufer aber alarmierte die Polizei.
Daß der mutmaßliche Täter dann aber auch so artig abwartete, bis er festgenommen wurde!
Jeder Mensch, der nicht mehrfach auf den Kopf gefallen und gegen den Schrank gelaufen ist, hätte doch an seiner Stelle aufgrund der offenbar eingetretenen Verzögerung die richtige Vermutung gehabt und infolgedessen das Weite gesucht und gefunden.
Und daß sein Verbrechen gleich entdeckt wurde, weist darauf hin, daß die falschen Banknoten von schlechtester Qualität sind.
Anzunehmen, daß der Mensch einfach handelsübliches Papier verwendet hat.
Und dann bemerkt nun wirklich jeder den Betrug.
Gab es nicht einmal eine Fernsehsendung mit dem Titel „Deutschlands dümmste Verbrecher“?
Oder täusche ich mich da?
Sollte es tatsächlich mal einen Wttbewerb in der Richtung geben, dann stünde es um die Siegchancen des Helden dieses Artikels nicht schlecht.

Stadthalle feiert zwanzigjähriges Bestehen

Jüngst wurde das zwanzigjährige „Bestehen“ der Neumünsteraner Stadthalle gefeiert.
So formulierten es die Kieler Nachrichten, und es ist ja vielleicht auch wirklich bemerkenswert, daß ein Gebäude nach 20 Jahren noch steht.
Das mußte begossen und begangen werden – mit Oper und Tanz.
In fünf Jahren trifft man sich dann wieder – dann kann man ein Vierteljahrhundert Stadthalle feiern.
Zwischendurch findet man vielleicht noch Gelegenheit, aus Anlaß des tausendsten Events eine Riesen-Party steigen zu lassen.
Einen Grund findet man eben immer für seine Werbeveranstltungen.

Deutsche Meisterschaft im Schiffsmodell-Sport

Die fanden am 23. April in Neumünster statt, und zwar auf dem Falderateich.
An sich hatte ich immer gedacht, Schiffsmodelle sollten gut aussehen und werkgetreu sein – weiter nichts.
Weit gefehlt!
Man soll sie – jedenfalls die, um die es hier geht – auch zu Wasser lassen könen, und dort sollen sie etwas leisten.
Natürlich nicht alleine, sondern mit Hilfe ihrer mikronautisch geschulten Erbauer und Steuerer.
Ein Schiff wird dabei von einer ganzen Mannschaft auf Trab gehalten (na gut, vielleicht sollte in diesem Zusammenhang von Trab nicht die Rede sein).
Denn es gilt in diesem Sport nicht nur, schnell zu sein, sondern auch exakt und wendig, wenn man Tore durch- und Bojen umfährt.
Letzteres bedeutet natürlich nicht, daß man – in anderem Sinne – Bojen umfährt, nein, die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: nicht UMfahren, sondern umFAHren: Das UMfahren soll gerade vermieden werden, das gibt nämlich heavy Punktabzüge.
Na, jedenfalls könnt Ihr Euch vorstellen, daß dieser Sport ganz und gar nicht uninteressant ist.
Für die, die ihn betreiben, ohnehin nicht.
Aber im Falle dieser Meisterschaften waren alle Teilnehmer bereits durch schwere Qualifikationen gegangen. Das Niveau war also hoch. Und in einem solchen Fall macht die Sache nicht nur den Teilnehmern Spaß, sondern auch den Zuschauern.
Zugegeben, es ist nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Ganz anders wäre es bei einer Fernsehübertragung: Wenn eine kompetente Bildregie acht oder mehr Kameras zur Verfügung hätte, dann könnte das eine sehr spektakuläre Sache sein.
Glaubt Ihr nicht?
Na, Ihr hättet es vielleicht auch für unmöglich gehalten, daß Snooker in Deutschland reüssiert.
Aber nun ist der Erfolg da.
Also, man soll den Tag nicht vor Abend beschimpfen.
Vielleicht erhält der hochsympathische Schiffsmodell-Sport ja doch noch die Aufmerksamkeit, die er verdient.
Was nun aber diese Meisterschaften betrifft:
Das Neumünsteraner Team war immerhin vor sechs Jahren Deutscher Meister gewesen, aber diesmal wollte es entschieden nicht klappen, und man landete „unter ferner liefen“.
Siegriech aber war, wie so oft in der Welt des Sports, das Ruhrgebiet, hier in Gestalt des SMC Oberhausen.
Die Neumünsteraner aber packen es beim nächstenmal wieder.

Gartenausstellung

Nun ist es schon wieder vorbei, das Gartenfestival Schleswig-Holstein. Um nichts Geringeres handelte es sich dabei als um die größte Gartenausstellunfg des Landes.
Es gab Informationen in den Bereichen Gartengestaltung, Landschaftsbau, Gartenmöbel, Gartengeräte, Gertentechnik, Floristik, Springbrunnen, Wintergärten, Terrassen, Teiche und was nicht alles.
In den Hallen 1 bis 5 und im Außengelände, Holstenhallen natürlich.
Der Eintrittspreis war mit 5 € durchaus nicht zu hoch.
Oder doch?
Denn ist das Ganze nicht eine reine Werbeveranstaltung?
Die können also froh sein, wenn überhaupt jemand kommt.
Ist doch wahr.

Kieler Nachrichten / Deutsch

Durchblättert man die Kieler Nachrichten, dann stößt man im Neumünster-Teil zum Beispiel auf einen Kommentar einer Sabine Nitschke.
Ein Foto der Autorin wird gleich mitgeliefert, und so sieht man eine ältere Frau, die jugendlich wirken will; stark geschminkt und mit Mach-mehr-aus-deinem-Typ-Kurzfrisur, wobei ihr Durchblick suggerierender und penetrant Sympathie heischender Gesichtsausdruck ihre Eitelkeit leugnet.
Für ihren Kommentar am 22.4. wählte sie die Überschrift:
„Durch reden wächst Akzeptanz“
Das Verb „reden“ ist hier substantiviert, muß also großgeschrieben werden.

Nach dem Kurzstudium von Überschrift und Foto machte ich mich daran, den Kommentar zu lesen.
– –
Not really.
Bin kein Masochist.

Verdacht auf Diebstahl von Spirituosen

Die Kieler Nachrichten melden am 22.4., zwei Neunzehnjährige, die aus einer Tankstelle mehrere Flaschen Schnaps gestohlen hätten, seien festgenommen worden.
Die Diebe seien einschlägig bekannt.
Hier gilt also nicht die Unschuldsvermutung. Jene Vermutung also, die die Zivilisation von der Barbarei scheidet.
Oder ist man nicht verpflichtet, wenigstens Zweifel zu äußern, wie etwa in der Standardformulierung „mutmaßlicher Täter“, wenn man keine Namen nennt?
Aber die beiden Festgenommenen sind doch „einschlägig bekannt“, der eine oder andere Leser wird sich daher denken können, um wen es sich handelt.
Gehen also die KN einfach davon aus, daß sich die von der Zeitung Vorverurteilten ohnehin nicht wehren werden?
Im Unterschied zu reichen Schwerverbrechern, die auch für die KN vor der Verurteilung immer nur Verdächtige sind, weil man ja sonst in des Teufels Küche käme?
So wird es sein. Mutmaßlich.
Aber übernehmen wir doch mal zum Schein die Vorverurteilung der KN und setzen noch einen drauf:
verdammte Bande, gewissenlose Räuber, typische deutsch!
Woher ich wissen will, daß es sich um Deutsche handelt?
Na ja, wenn es Türken, Russen oder Sudanesen wären, dann hätten sich die KN die Gelegenheit zum Schüren von Haß sicher nicht entgehen lassen.

Neuer Vorsitzender des VfR

Der VfR Neumünster hat einen neuen Vorsitzenden.
Gewählt wurde ein Norbert Sander, und zwar auf der Jahreshauptversammlung am vorvergangenen Freitag.
Der Mann ist 78.
Ob der wohl für den vielzitierten frischen Wind sorgen wird?
Zumindest wird er den Abstieg der ersten Fußballmannschaft in die Verbandsliga nicht verhindern können.
Und was sagte er anläßlich seiner Wahl?
Die Kieler Nachrichten zitieren ihn so:
„Ich dulde keine Intrigen mehr.“
Früher hat er also Intrigen toleriert. Warum macht man denn so einen zum Vorsitzenden?
Aber nein, so war das ja gar nicht gemeint. Der Mensch weiß eben bloß nicht, was er sagt.
Nun ja, er ist 78.
Aber da stellt sich doch die Frage in einem anderen Lichte und dennoch wortgleich erneut, und ich wiederhole sie gern:
Warum macht man denn so einen zum Vorsitzenden?
Neumünsteraner, soll Eure Stadt wie tiefste Provinz wirken, Euer größter Sportclub wie der Schützenverein eines 100-Seelenlosen-Dorfes?
Das kann doch nicht Euer Ernst sein.