Neumünster-Blog: Das Weblog von Neumünsteranern für Neumünsteraner

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Do
13
Apr '06

Osterjazz-Treff bei Hamanns

Und zwar mit Reiner Riegels Jazz-Band am 16. April um 20.00 Uhr. Der Eintrittspreis ist mit 10 € keineswegs zu hoch; wer dem Jazz-Club Neumünster angehört, kommt sogar noch billiger weg. Bandleader Reiner Riegel hat bereits so einiges hinter sich:
Er kooperierte nicht nur mit Udo Lindenberg und Inga Rumpf, sondern auch mit Mick Taylor, dem stilistisch besten Gitarristen, den die Roling Stones je hatten. Ohne Taylors subtiles, schmelzendes Spiel wäre Exile on Main Steet nicht das Meisterwerk, das es eben ist.
Aber ich schweife ab.
Hin zu Reiner Riegel, sage ich, und was außerdem gesagt werden muß:
Es ist schön, daß der Jazz in Neumünster clubseits so gepflegt wird.

Sportstadt Neumünster?

Neumünster ist zwar eine der vier größten Städte Schleswig-Holsteins – aber würde man das vermuten, wenn man sich den Zustand der Top-Sportteams der Stadt ansieht?
Wohl kaum.
Schleswig-Holstein ist bekanntlich Handball-Land:
Der THW Kiel hat die beste Mannschaft Deutschlands (und eine der besten der Welt), Flensburg-Handewitt ist bundesweit die Nummer zwei. Selbst der Hamburger Bundesligist hat sein Team aus Schleswig-Holstein: Die erste Mannschaft des VFL Bad Schwartau ist lediglich an die Elbe gezogen und firmiert nun als HSV Hamburg (eine reichlich dubiose Angelegenheit übrigens).
Aber Neumünster?
Kein Handball auf höchstem Niveau, weit entfernt davon.
Und wie sieht es mit der anderen Volks-Sportart, dem Fußball, aus?
Man sollte doch erwarten, Neumünster hätte eine Mannschaft wenigstens in der Regionalliga.
Aber wo steht der VFR?
Am Tabellenende der Oberliga, und nach dem 1:2 gegen Brinkum stehen die Zeichen auf Abstieg in die Bedeutungslosigkeit.
Warum nun also sieht es mannschaftssportlich in Neumünster derart mau aus?
Vielleicht liegt es an der Nähe Hamburgs und Kiels. Ostseehalle, Volkspark-Stadion (denn der jetzige, dreist werbende Name soll hier nicht genannt werden), Millerntor und …-Arena sind so nah, daß man meint, auf erstklassigen Sport vor Ort verzichten zu können.
Aber schöner wär´s doch wohl schon, wenn Neumünster im Handball und Fußball von sich reden machte.