Verdammte Schlesier

Am vorvergangenen Sonntag beging der Kreisverband Neumünster der „Landsmannschaft Schlesien“ einen Heimatnachmittag inklusive Jahresversammlung.
Politisch engagierte Neumünsteraner, wo seid ihr?
Ist so etwas denn keine Demonstration wert?
Ist Euch denn nicht bekannt, daß diese „Landsmannschaft Schlesien“ und der „Bund der Vertriebenen“ revanchistische Organisationen sind?
Die Mitglieder glauben noch immer, ein Anrecht auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete zu haben.
Ihre Sprecher haben natürlich Kreide gefressen und werden nicht so deutlich, wie es den meisten Mitgliedern lieb wäre.
Aber seht Euch doch nur mal den Namen an:
„Landsmannschaft Schlesien“! Diese Bezeichnung beinhaltet, daß das doch längst in Polen aufgegangene Schlesien noch immer existiere und daß die Mitglieder der „Landsmannschaft“ seine rechtmäßigen Bürger (Eigentümer) seien.
Als sei der Verlust der Ostgebiete nicht Konsequenz deutscher Schuld:
des Überfalls auf Polen, der Terrorisierung der polnischen Bevölkerung, des industrialisierten Massenmordes, der Zerstörung Warschaus.
Und die Täter stellen sich nun als Opfer dar, indem sie ein „Zentrum gegen Vertreibungen“ fordern.
Wes Ungeistes Kind auch die organisierten Schlesier sind, demonstrierte Kulturreferent Heinz Lellek bei der Veranstaltung am Sonntag.
Dort führte er aus:
„Schlesien, das Land an der Oder, ist schon seit 70.000 Jahren bewohnt. Erst seit Christi Geburt kennen wir ihre Namen: Nordgermanen, Wandalen, Silinger, ab dem Jahre 600 die Slawen.“
Die Kieler Nachrichten zitieren dies unkommentiert, was mich nicht wundert. Einige Anmerkungen aber sollten sein:
1. Das Land Schlesien existierte vor 70.000 Jahren ebensowenig wie heute.
2. „Ihre Namen“? Die Namen der Jahre? Ein anderer Bezug ist hier nicht möglich. Lellek aber meint selbstredend die Namen der Völker. Deutsch ist selten eine Stärke derer, die stolz darauf sind, Deutsche zu sein.
3. Die Geburt Christi erlöste die Menschen aus dem Dunkel der Unwissenheit über das Land Schlesien. Seitdem kennen „wir“ die Namen der Völker – der Mann sollte es tatsächlich auf ein Alter von über 2000 Jahren bringen?
4. Germanische Völker / Stämme werden im einzelnen genannt; dagegen ist undifferenziert von „(den) Slawen“ die Rede, die damit als dunkles, feindliches Gegenüber erscheinen.
5. Seit Christi Geburt und seit 600 – vor einem schlesischen Kulturreferenten muß auch die Geschichte stramm stehen. Krumme Zahlen und ungefähre Angaben werden nicht geduldet.
6. Wir waren zuerst da, also haben wir ein Recht darauf: Das ist die wesentliche Botschaft des Satzes dieses Germanen mit dem slawischen Namen.

„Schlesien bleibt unser“ – so lautete ein Motto der „Landsmannschaft“ in den achtziger Jahren.
An dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert.
Na, Neumünsteraner, seht Ihr immer noch keinen Handlungsbedarf?
Meint Ihr immer noch, es bestehe ein deutlicher Unterschied zwischen einer Schlesier-Versammlung und einem Neonazi-Auflauf?

8 Gedanken zu „Verdammte Schlesier

  1. Rollo

    Hallo Atze!
    Viel neurotische Aufgeregtheit bei ´Dir……Also: Das Schlesien etc. zu Polen kam, hat nichts mit „Schuld“ zu tun, sondern mit der totalen Niederlage Deutschlands……dadurch konnten latente chauvinistische aber (völkerrechtlich, historisch, kulturell etc.) ungerechtfertigte Vorstellungen in gewissen Kreisen Polens in die Tat umgesetzt werden. Bin weder Schlesier, noch sonstwie involviert. Aber dein Artikel zeigt wenig Kenntnis und ist polemisch……Nein, nicht nur polemisch: der Vergleich zwischen einer „Schlesier-Versammlung“ und einen Neonazi-Auflauf ist Schwachsinn. Im übrigen waren die Schlesier natürlich Opfer, wie die Polen (wobei die Schlesier prozentual mehr Opfer hatten – und kein Täter wurde bestraft – , und es insgesamt immerhin mehr deutsche [mind.8,0-max.10,5 Mio.]Opfer gab als polnische [mind 1,5-max. 2,5 Mio.] – wirst doch nicht ernsthaft die armen Juden zu den Polen zählen!). Bist schlecht informiert! Versöhnung kann nicht dadurch geschehen, in dem man Wahrheiten ausspart. Man muss Tatsachen benennen; auch von daher ist ein „Zentrum gegen Vertreibungen“ wichtig.

    Mach`s besser
    Rollo

  2. Rollo

    Ergänzung
    Hallo Atze,

    die Deutschen (als „deutsche Gesellschaft“) sind eh`schon so neurotisch: eben auch weil sie ihre Geschichte verdrängen und verschweigen. Man darf auch deshalb keine falsche Rücksichtmahme üben……und die Wahrheit benennen….und Unsinn widersprechen.
    ……..

  3. Atze Bacardi Artikelautor

    Ich wies dem Kulturreferenten eine Reihe von Fehlern nach.
    Wenn Sie meinen, ich meinerseits sei schlecht informiert, sollt es Ihnen gelingen, mir Fehler nachzuweisen. Das ist bislang nicht geschehen.
    Zitieren Sie mich und widerlegen Sie das Zitierte.

  4. Stephan Rauhut

    Herr Barcardi irrt und sein Irrtum nährt sich aus Desinteresse und der damit verbundenen Unkenntnis. Bevor er sich in Haßtriaden gegen vertriebene Schlesier ergeht sollte er sich selbst geistig ein wenig bewegen und seinen erstarrten „Antifa“-Blickwinkel erweitern.
    Im Übrigen gibt es Schlesien auch in Polen heute wieder und zwar in mindestens 2 polnischen Wojewodschaften, die in etwa den früheren preußischen Provinzen Nieder- und Oberschlesien entsprechen – einmal abgesehen von der niederschlesischen Oberlausitz auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen. Auf polnisch heißt Schlesien Slansk und bei der letzten Volksabstimmung haben besonders in Oberschlesien eine große Anzahl von Menschen als Nationalität Schlesien angegeben anstatt Deutsch oder Polnisch. Schlesien lebt also als mitteleuropäisches Kulturland mit über 700jähriger deutscher Geschichte fort. Den Begriff oder die Kultur Schlesiens als einen Teil gesamtdeutscher Kultur in eine Schmuddelecke zu stellen halte ich für fahrlässig und töricht. 13 deutsche Nobelpreisträger kommen aus Schlesien. Die deutsche Sprache und Kultur wurde durch Menschen wie Martin Opitz oder Gerhard Hauptmann wesentlich mitgeprägt. Bedenklich finde ich den menschenverachtenden Ton, den Atze Bacardi anschlägt. Mit der Vertreibung von rund 15 Mio. Menschen aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, Brandenburg, Böhmen bei der zwischen 2 und 3 Mio Menschen den Tod fanden ist ein völkerrechtswidriges Verbrechen geschehen und über jahrhunderte gewachsene Kultur ausgelöscht worden – ich kann nicht begreifen, wie jemand diese Menschen, die schrecklichstes erlitten haben, derart verunglimpfen kann.

  5. Schlesier

    Du kleines linkes Schweinchen.
    Wie kannst du es wagen, derart verräterisch über einen Teil deine Nation zu sprechen.
    Leute wie du, Steinewerfer und das ganze, werden schon noch sehen, was ihnen blüt.
    Die Ostgebiete sind UNSER

  6. oberschlesier

    ihr habt keine ahnung wie das ist, wenn
    mann in deutschland als pole, und in schlesien als scheiß nazi beschimpft wird.
    ich plädiere für unabhängiges schlesien!

    feristaat schlesien wäre uns allen recht.

  7. eine echte Lerge

    Es ist schon erstaunlich, wie dumm, ungebildet, jedoch haßerfüllt der Schreiber dieses Artikels ist. Sicher gehört er zu den vermummten Randalierer, die ebenfalls nicht wissen, warum sie das tun, – sie wollen nur einfach ihren Frust, weil aus dem geistigen Prekariat stammend, loswerden. Es würde zu weit führen, diesen Typen über die Geschichte Schlesiens und der Schlesier aufzuklären, – und Geschichtsbücher wird er nicht lesen können.
    Ein Drittel,u.a. Schlesien, ist uns Deutschen nach dem Krieg geraubt worden, – das ist nicht nur ein Problem der Schlesier, sondern das sollte ein Preblem aller Deutschen sein. (Der arme Schreiberling weiß wahrscheinlich gar nicht, was ein Deutscher ist.)

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