Wollen wir Erich (von Erich´s Grill) beim Wort nehmen und also arm machen?

Erich´s Grill – natürlich werden nun einige einwenden, es gebe im Deutschen kein Genitiv-Apostroph, und es müsse daher „Erichs Grill“ heißen.
Aber da bin ich päpstlicher als der Papst und entgegne
1., daß das Fehlen des Genitiv-Apostrophs ja nun wirklich keine strukturelle Eigenschaft des Deutschen ist – dieses Apostroph gab es auch in unserer Sprache, derzeit ist es zwar nicht vorgesehen, aber das kann sich ändern. Eigentlich ist es wurst.
Womit wir beim Thema wären, denn ist Erich etwa nicht nicht bekannt für seine vorzüglichen sausage´s?!
Das ist übrigens ein falsches Apostroph, denn es zeigt weder eine Auslassung noch einen Genitiv an.
Dieser übrigens kommt auch ohne Indikator aus, daher sagte ich ja, es ist wurst.
Womit wir allerdings, wenn ich es recht bedenke, doch noch nicht beim Thema sind, denn wo ein 1. ist, da muß doch mindestens ein 2. folgen.
Also bitte:
2. entgegene ich, daß „Erich´s Grill“ ein Eigenname ist, und bei Eigennamen von Imbißbuden und dergleichen ist alles erlaubt.

Klingt „Imbiß-Bude“ despektierlich?
Das war so nicht gemeint.
Ich kenne einen solchen Schuppen in der Nähe von Kiel, der nennt sich Bistro.
Meinetwegen.
Nun aber zur Sache:
Erich grillt ja nicht nur einmal hier, sondern an drei Orten:
Brachenfelder Straße 21,
Einfelder Straße 2,
Neumünsterstraße 53.

Zur WM hat Erich sich etwas überlegt, dabei aber nicht nachgedacht.
Das gibt es!
Und ein Beispiel dafür ist eben Erichs Anzeige in einem Monatsmagazin, aus der ich im folgenden zitiere:

„20 % auf ALLE Gerichte am Tag nach einem Sieg bei der WM

50 % auf alle Gerichte am Tag nach dem WM-Titel.“

Kleiner steht darunter:
„bezieht sich natürlich auf die Spiele der deutschen Mannschaft“

Diese Einschränkung reicht allerdings nicht, und nun kann man in die Lücke stoßen, die Erichs Angebot läßt:
Denn ein Sieg bei Spielen der deutschen Mannschaft – das bedeutet nun einmal nicht: ein Sieg der deutschen Mannschaft.
Sondern: Erich muß den Nachlaß nach jedem Spiel der deutschen Mannschaft gewähren, egal WER gewinnt – nur bei einem Unentschieden ist er aus dem Schneider.
Wie kommt Erich aus der Nummer nun wieder raus?
Vielleicht dadurch, daß das
20% bzw. 50% auf alle Gerichte
ja bei genauem Hinsehen doppeldeutig ist?
Es kann ja sowohl Nachlaß als auch Aufschlag bedeuten.
Aber ich glaube, mit dieser Argumentation würde Erich vor Gericht nicht durchkommen.
Der Richter würde sagen:

Hundsfott
(denn so spricht er,
der Richter),
glaube er nicht, er könne mich zum Besten haben.
Gegen alle Vernunft wär´s, würbe ein Kaufmann mit Preisaufschlag.“
Da hat der Richter doch wohl recht.
Also bleibt Erich nichts anderes, als zum Beispiel im Falle eines Sieges Costa Ricas gegen Deutschland im Eröffnungsspiel für ein 10-Euro-Gericht nur 8 zu berechnen.
Aber wollt Ihr das wirklich ausnutzen?
Das bleibt Euch überlassen.