Am 5. Juni protestierten hier 250 Menschen, größtenteils Schüler, gegen die geplante Profiloberstufe
Nicht daß jetzt jemand sagt:
Was, nur 250?
Denn es ist eine stolze Zahl, wenn man sich mal einiges vor Augen hält:
1. Diese unsere Stadt ist nun einmal keine Großstadt.
2. Die Schüler, die jetzt in oder (um im [nicht auf dem] Bild zu bleiben, muß man sagen:) auf der Oberstufe sind, werden von der geplanten Reform nicht betroffen sein.
Sie könnten nun also sagen (und manche taten das wohl):
Was geht mich das an; bis dahin bin ich doch längst im Studium; nach mir die Sintflut.
Und daß es eine beträchtliche Zahl von Schülern gibt, die eben nicht so denkt, sondern entgegen den üblichen vulgärpessimistischen Unkenrufen Verantwortungsbewußtsein zeigen, stimmt zuversichtlich.
Ob die göttliche Ann-Kathrin Krebs zu den Demonstrantinnen gehörte, ist mir nicht bekannt.
3. Die Schüler, die es angeht, sind in den meisten Fällen noch nicht so weit, daß sie die Problematik erfassen könnten. Sie werden wahrscheinlich ohnehin das Beibehalten des Klassenverbandes bevorzugen, da sie es sich in ihrer Klasse bequem gemacht haben.
Aber gerade hier muß die Kritik an der “Profiloberstufe” ansetzen.
Denn sie bedeutet ja im wesentlichen nichts anderes als die Fortsetzung des Unterrichts in Klassen.
Bisher dagegen müssen sich Schüler mit Beginn der Oberstufe für bestimmte Grund- und Leistungskurse entscheiden.
Eben damit übernehmen sie Verantwortung für sich und werden sukzessive unabhängig.
Die “Profiloberstufe” dagegen perpetuiert die Fremddeterminiertheit.
Dieser Eintrag wurde verfasst am Donnerstag, 8. Juni 2006 um 16:28 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



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