Vetriebene schlagen wieder zu

Ich zitiere aus den Kieler Nachrichten vom 7. August (S. 12):

„Rund 250 Mitglieder aus dem Landes- und Kreisverband Neumünster im Bund der Vertriebenen (BdV) gedachten am Sonnabend am `Tag der Heimat` ihrer leidvollen Zeit als Flüchtlinge und Entwurzelte.“

Tja, wie denn nun?
Vertriebene gedenken ihrer Flucht?
Also sind sie gar niht vertrieben worden?
Es klingt halt nur am besten, weil am skandalösesten, wenn man sich `Bund der Vetriebenen` nennt.
Wahr ist, daß manche geflüchtet , manche von den deutsche Gauleitern auf den Weg nach Westen geschickt worden und ein paar ausgesiedelt worden sind.
Nun gedenken sie also.
Öffentlich.
Des eigenen Leids.
Man gedenkt üblicherweise anderer öffentlich.
Seiner selbst öffentlich zu gedenken, ist lächerlich, aber vielleicht liegt der Fehler ja hier eher in der Formulierung des zitierten Journalisten.
Daß die Umsiedlung aber Konsequenz deutscher Verbrechen ist, wird vom BdV, wie immer, ausgeblendet.
Der KN-Artikel endet übrigens mit den Worten:

„Der BdV-Landesverband fordert zudem die Errichtung eines `Zentrums für Vertreibung` in Berlin.“

Der Verfasser hat von diesem ganzen leidigen Thema offenbar noch nichts vernommen, wie sich in zitiertem Satz zeigt.
Und:
Ein Zentrum FÜR Vertreibung!
Es ist schon recht komisch.

Ein Gedanke zu „Vetriebene schlagen wieder zu

  1. guido maaß

    Interessant finde ich, dass es Leute wie Dich gibt, die offensichtlich alles kommentieren müssen was ihnen über den Weg kommt. Völlig inkompetent und ganz deutlich ohne geringste Themenkenntnis. Das ist nicht nur blöd, sondern es kann auch verletzend sein. Manchmal ist es besser man hält seine Klappe. Übrigens: ein Vertriebener kann durchaus auch Flüchtlang sein (das dürfte gar nicht so schwer sein! Aber für dich: erst vertrieben und dann Flüchtling). Ebenso sollte es jedem selbst überlassen sein wem oder was er oder sie gedenkt. Geschichtliche Zusammenhänge sollte man auch nicht zu sehr vereinfachen, sie treffen dann meist nicht mehr die Wahrheit. Es gibt Menschen, die ohne eigene Schuld die Heimat verlieren (was das bedeutet ist für viele – und dich offensichtlich – kaum nachzuempfinden), diese Menschen müssen dann irgendwo anders neu anfangen. Wenn dieses Schicksal millionenfach geschieht, so ist es nicht verwunderlich, wenn sich Menschen zusammenfinden um ihre Sitten und Gebräuche zu pflegen und gemeinsam trauern und sich erinnern. In einer freiheitlichen Demokratie darf so etwas durchaus öffentlich getan werden, solange es niemandem schadet.
    Ich finde es komisch wenn Menschen anonym Portale benutzen um dann den Zeigefinger zu heben. Ist das nicht sogar feige?!
    Spitze fand ich den Satz mit „Gauleitern“ und „den Weg in den Westen“….
    – Einfach nur peinlich und dämlich, dämlich, dämlich!
    Behalte besser zukünftig deine Gedanken für dich oder gib dir mehr Mühe Dinge zu verstehen über die Du öffentlich urteilst.
    guido maaß

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