Nacht der Clubs

Neulich war wieder Nacht der Clubs.
Da war dann Leben in der Bude bzw. sogar in weitenTeilen Neumünsters, und man konnte sich wie in einer Großstadt fühlen.
Warum aber nicht immer so?
Meiner Auffassung nach kann sich eine Stadt von der Größe Neumünsters selbst entscheiden, ob sie wie ein verschlafenes Dorf oder wie eine Metropole wirkt.
Nun gut, „Metropole“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber so richtig großstädtisch sollte es schon sein. So weit ist Neumünster ja auch nicht davon entfernt, eine Großstadt zu sein.
Nach weit verbreiteter Definition ist eine Großstadt nämlich eine Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern.
Damit will ich nicht sagen, daß man alles daran setzen sollte, die Reproduktion anzukurbeln.
Aber laßt Euch, nein lassen wir uns doch einfach mehr einfallen, was das Nachtleben und das öffnetliche Leben allgemein in unserer Stadt betrifft.
Warum muß hier immer alles so betulich sein?
Gartenausstellungen und so ´n Kram?!
Wann hat es in den Holstenhallen zuletzt einen Event gegeben, den man guten Gewissens als hip hätte bezeichnen können?
Sogar der Independent Rock kommt in der hiesigen nächtlichen Szene zu kurz.
Und wer will denn dauernd nach Hamburg oder Kiel fahren!
(Übrigens, wenn schon, liebe Leute, dann doch besser nach Hamburg. Noch nicht einmal die Kieler Woche ist eine Reise wert, obwohl diese Veranstaltung kurioserweise auch von vielen Hamburgern aufgesucht wird.)
Und wo sind sie, die Impresarios, die interessante, ja wegweisende Festivals aller Art nach Neumünster holen?In die Stadt, die die schönsten Frauen Norddeutschlands beherbergt.
So etwas sagt man immer so, es ist aber irreführend:
Es heißt zum Beispiel, in Brasilien gebe es die schönsten Frauen. Aber das stimmt nicht. Der Eindruck entsteht nur dadurch, daß der Anteil schöner Frauen an der weiblichen Gesamtbevölkerung Brasiliens signifikant höher ist als in anderen Ländern.
So verhält es sich auch mit Neumünster. Es gibt hier eben mehr schöne Frauen als sonst irgendwo in Norddeutschland.
Oder auch in Bayern.
Aber ich schwefe ab.
Also, auf jeden Fall sollten wir Neumünsteraner viel mehr aus unserer Stadt machen.